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Bücher-Lotto

Der aktuelle "Spiegel" hat die Zukunft des Lesens als Titelthema. Und nennt Zahlen: jedes Jahr kommen rund 95 000 Bücher auf den Markt. Das ist für AutorInnen wie beim Lotto, wo man gegen eine Millionenchance anspielt. Für mein in diesem Jahr herausgekommenes Buch "Selbstvertrauen stärken und ausstrahlen" steht es also 1: 95 000. Da lohnt es sich scheinbar gar nicht, sich ans Werk zu machen. 
Zum Glück sehe ich das anders: Es geht nicht nur darum, dass sich ein Buch oft verkauft - obwohl das natürlich auch schön ist. Wichtiger ist, dass das Buch auf die richtigen  LeserInnen trifft. Ratgeber-Bücher können das Leben beeinflussen, indem sie unsere Sichtweise  verändern und praktisches Know-how vermitteln. Wenn ein Buch von mir das auch nur bei einem einzigen Menschen erreicht, hat es sich gelohnt, es zu schreiben.


Kommentare

  1. Ja, wir haben alles im Überfluss. Macht dieser Überfluss das Leben leichter? Man muss wirklich die Bücher finden, die zu einem passen. So ist es wohl mit allen Dingen im Leben. Frau Dr.Wlodarek, ich lese gern Ihre Bücher und habe dadurch sehr viele Erkenntnisse gewonnen. Herzlichen Dank!

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Ein Freund, ein guter Freund...

Forscher an der Universität Kansas haben herausgefunden, dass es 50 bis 200 gemeinsam verbrachte Stunden braucht, damit sich eine   „Bekanntschaft“ in eine „Freundschaft“ verwandeln kann. Noch einige Stunden mehr dürften es ein, um dann von einem „Freund“ oder einer „Freundin“ zum „guten Freund“ oder zur „guten Freundin“ zu avancieren. Was lernen wir daraus? Wenn wir uns einen Freundeskreis aufbauen wollen, müssen wir Zeit investieren. Doch das ist es nicht allein, auch die Qualität spielt eine Rolle. Der Studie zufolge sollten die Treffen den Beteiligten einen tieferen persönlichen Gewinn bringen, etwa durch Gespräche - oder Vergnügen bereiten. Zugegeben, Freunde bei Facebook findet man schneller. Aber das lässt sich nicht vergleichen.

Selbst schuld?

Am liebsten möchte ich gar keine Nachrichten mehr hören oder sehen – doch das hieße, den Kopf in den Sand zu stecken vor allen politischen und sozialen Krisen in Deutschland und der Welt. Eins nutzt dabei auch nichts: Sich über das Auftauchen von so vielen mitleidlosen und/oder wirren politischen Führern zu wundern. Der Satiriker Franz von Seboca trifft den Nagel auf den Kopf: „Wenn Psychopathen in freien, allgemeinen und gleichen Wahlen zu Führern bestimmt werden, wirft das Fragen nach der geistigen Gesundheit des Wahlvolkes auf.“ Der Mann hat Recht – und wir PsychologInnen haben noch viel zu tun.

Lesezeichen

Unglaublich: Fast 90 000 Bücher erscheinen jedes Jahr in Deutschland,   die meisten traditionell im Herbst. Um den Termin der Frankfurter Buchmesse herum geben dann Magazine und überregionale Zeitungen Tipps, was zu lesen lohnt. Dazu wühlen sich die Journalisten vorab durch unzählige Krimis, Romane, Sachbücher. Ich bin für ihre Arbeit dankbar, denn andernfalls wäre mir vielleicht der eine oder andere Schatz entgangen. Aber noch mehr freut mich, dass zu diesem Zeitpunkt Bücher so gefeiert werden. Sie sind, allen anderen Medien zum Trotz, für unsere Seele besonders wertvoll. Ich habe selbst durch Ratgeber viel gelernt. Manchmal war es nur ein Satz, der mir plötzlich eine ganz neue Sichtweise bescherte. Der Schriftstellers Tschingis Aimatov hat durchaus Recht, wenn er sagt: „Du öffnest die Bücher und sie öffnen dich.“ In diesem Sinne wünsche ich allen, dass sie für sich den passenden „Seelenöffner“ finden, sei es in Form eines berührenden Romans, einer Biografie oder eines Sachbuches