Donnerstag, 24. September 2009

So tun, als ob...

"If you can´t make it, fake it." (Amerikanisches Sprichwort)

Eine perfide Aufforderung, ein Scharlatan zu werden oder andere hinterlistig zu täuschen? Keineswegs, sondern eine gute Technik, sich seinem idealen Verhalten ganz praktisch zu nähern.

  • Sie sind noch nicht selbstsicher? Tun Sie so, als wären Sie es schon.
  • Sie sind noch nicht mutig? Tun Sie so.
  • Sie sind noch nicht liebevoll? Tun Sie so.
  • Sie sind noch nicht großzügig? Tun Sie so.
  • Sie sind noch nicht erfolgreich? Tun Sie so.
  • Sie fühlen sich noch nicht attraktiv? Tun Sie so.
  • Sie sind noch nicht gelassen? Tun Sie so.

Indem Sie so tun als ob, wirkt sich Ihr Verhalten auf auf Sie selbst aus. Und je häufiger Sie es zeigen, desto eher wird es zu einem echten Bestandteil Ihrer Persönlichkeit. Nach einiger Zeit müssen Sie dann nicht mehr mutig, selbstsicher oder großzügig tun - Sie sind es!

Denn: Übung macht den Meister oder die Meisterin. Sie üben auf diese Weise das gewünschte Verhalten ein. Außerdem werden Sie höchstwahrscheinlich durch die positive Resonanz Ihrer Umwelt bestärkt, die Ihr Verhalten für bare Münze nimmt.

Machen Sie das Experiment:
Welche Eigenschaft hätten Sie gerne? Wie verhalten sich Menschen, die diese Eigenschaft in hohem Maße besitzen? Zeigen Sie dieses Verhalten dreißig Tage lang. Sie werden staunen, wie Sie sich verändern.

Donnerstag, 17. September 2009

Aus Blockaden lernen

"Es hat keinen Zweck, mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen, in der Hoffnung, dass eine Tür daraus wird." (Coco Chanel)

Manchmal haben wir so feste Vorstellungen davon, was wir erreichen wollen, dass wir ganz aus den Augen verlieren, ob uns das auch gut tut und ob das Ziel überhaupt zu uns passt. Dabei kann man sich regelrecht verrennen.

Wenn immer wieder Türen zugehen, wenn wir ganz unerklärlicher Weise Ablehnung erfahren, wenn es trotz aller Anstrengung einfach nicht klappt, dann müssen wir uns fragen: Hat das vielleicht etwas zu bedeuten? Könnte es ein Zeichen dafür sein, dass ich diesen Wunsch lieber loslassen sollte? Mit dem Kopf durch die Wand gehen zu wollen hat nichts mit positiver Beharrlichkeit zu tun.

Oft können wir froh sein, wenn die Dinge nicht so kommen, wie wir es uns wünschen. Zum Beispiel: Sie bemühen sich vergeblich, diesen Job zu kriegen, diesen Menschen zu erobern, das Stipendium zu erhalten, eine Arbeitserlaubnis für Neuseeland zu bekommen oder an der Schauspielschule aufgenommen zu werden? Dann kann es sein, dass Sie dank dieser Blockade erkennen, was passender für Sie ist. Es lohnt sich zumindest, einmal darüber nachzudenken.