Mittwoch, 21. Januar 2015

Jean, you are great!

Eigentlich könnte ich meinen Blog auch "Wlodarek zappt" nennen. Tatsächlich finde ich ganz zufällig im Fernsehen. so manche psychologische Anregung, die ich gerne weitergebe,
Wie in dieser amerikanischen Sendung, in der eine unsichere junge Frau  namens Jean von Profis dafür fit gemacht werden sollte, ihren Schwarm Tom für sich zu gewinnen. 
Als erstes wurde die optisch unscheinbare Jean mittels Make-up aufgehübscht und modisch angezogen. Dann setzte ein Fotograf sie ins rechte Licht. Und wow! - die Fotos hatten Starappeal. Merke: Mit dem richtigen Handwerkszeug kann man jedes Entlein in einen Schwan verwandeln. Jean staunte nur: "Bin das wirklich ich?".
Im zweiten Schritt sollte sie lernen, gegenüber Männern selbstsicher   aufzutreten. Ein Coach ließ  sie dazu eine Gruppe junger Besucher durch Madame Tousseaus Wachsfiguren-Kabinett führen. Mit einem Knopf im Ohr gab er ihr Hilfestellung ("Fass ihn jetzt an der Schulter an."). Jean schlug sich tapfer. und sogar mit Erfolg. Einer fragte anschließend nach ihrer Telefonnummer, allerdings vergebens.
Danach sah man Jean wieder verlegen und unglamourös durch die Gegend laufen. Offenbar hatten die Bemühungen der Profis nicht viel geändert.
Frustrierend für Jean, aber eine Bestätigung für meine These: Solche Trainings sind höchstens ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die wahre Veränderung beginnt innen. Sie muss gründlich sein, und sie braucht ihre Zeit. Genau deshalb habe ich mein Buch "Selbstvertrauen stärken und ausstrahlen" geschrieben. Für alle Jeans - und auch diejenigen, die zwar schon selbstsicher auftreten, aber heimlich immer noch nicht glauben, dass sie großartig sind. .   

Samstag, 17. Januar 2015

Diesmal etwas tierisch Gutes

In einer Berliner Seniorenresidenz wird  regelmäßig Tiertherapie praktiziert. Mehrmals in der Woche kommt dort ein Tierpfleger mit drei Alpakas vorbei. Die alten Leute lieben es. Sogar Demenzkranken zaubert der tierische Auftritt ein Lächeln ins Gesicht.
Es müssen nicht unbedingt Tiere dieser Größenordnung sein, in manchen Heimen hat man auch mit Hunden und Katzen eine ähnlichen Erfolg. Bekannt ist, dass bei psychischen und physischen Störungen oft Delfine oder Pferde therapeutisch eingesetzt werden.Generell erzeugt der Umgang mit einem Tier positive Aufmerksamkeit, lenkt von Schmerzen ab  und wirkt stimmungsaufhellend. 

DieMethode wurde in den USA entwickelt und wird bei uns seit den 80ger Jahren praktiziert.

Interessant finde ich besonders die Begründung, warum das so gut funktioniert. In einem Gesundheitsmagazin hieß es dazu:"Als wichtigste Eigenschaft der Tiere gilt, dass diese keine Vorurteile kennen. Für sie macht es keinen Unterschied, wie eine Person aussieht, ob oder welches Handicap sie hat."
Da können wir von den Tieren lernen.
   

Dienstag, 13. Januar 2015

Grausam

Gestern zappte ich zufällig mitten in eine TV-Sendung mit dem Titel "Die Wahrheit über Pelze". Was da zu sehen war, war fürchterlich: Tausende von Nerzen werden in jeder Saison nur für Pelze gezüchtet und schließlich brutal getötet. Der Verwalter dieser Fabrik fand das völlig normal und freute sich schon auf eine Steigerung der Produktion. Weil ja nun auch die Chinesen den Luxus der Nobelpelze entdeckt haben. Von der grausamen Praktik hatte ich schon früher gelesen, aber die Wirkung ist noch viel stärker, wenn man die Bilder sieht. Das brennt sich ein.
Nerz tragen die meisten von uns nicht, dafür trägt man in der aktuellen Mode Kaninchenfell am Parka. Wie die Tierschutzorganisation PETA informiert, werden Kaninchen genauso gezüchtet und getötet. Eine große Modekette, die es schon mal besser wusste, verkauft inzwischen wieder angesagte Marken mit Fellbesatz.
Im Internet kann man auf der Seite von PETA eine Petition an diese Firma schicken, nur Marken mit hochwertigen Kunstpelzen zu verkaufen. Dazu habe ich gerade meine Daten abgeschickt.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Frei? Von wegen!

Das Folgende ist als kleiner Trost für alle Angestellten gedacht, die gelegentlich neidisch auf uns FreiberuflerInnen schauen. Weil sie glauben, dass wir unsere Tätigkeit in voller Freiheit ausüben, wie ja schon das Wort vorgibt. Dem ist jedoch keineswegs so, wie ich kürzlich in einem meiner Arbeitsbereiche, dem Journalismus, feststellen durfte:
Ich schreibe ziemlich regelmäßig für verschiedene Zeitschriften zu psychologischen Themen. Bis vor einiger Zeit lief das noch so ab: Ich schrieb. Der Artikel oder Psycho-Test wurde veröffentlicht und mit einem Honorar abgegolten. Das war´s. Die Rechte an meinem geistigen Eigentum blieben weiterhin bei mir.
Nun  ist alles anders. Mir kommen seitenlange Verträge ins Haus. In denen werde ich aufgefordert, sämtliche Rechte an meinen Werken abzutreten. Da die Verlage noch mehr Magazine herausgeben als dasjenige, für das die Veröffentlichung geplant ist, gehört dazu auch die kostenlose Weitergabe an sämtliche anderen Gazetten im In- und Ausland, ohne dass ich gefragt werde. Außerdem gilt es für alle elektronischen Medien - nicht nur für die, die es schon gibt, sondern auch für diejenigen, die demnächst erfunden werden. Ebenso beinhaltet es die Weitergabe meines Werkes an Dritte, sowie beliebige Veränderungen. Das Ganze auch noch rückwirkend.
 Kurz und gut, mir gehört von meinem geistigen Eigentum nach Abgabe des Manuskriptes nichts mehr. Am Anfang habe ich noch empört im Vertrag herumgestrichen, bevor ich ihn zurückschickte. Hätte ich mir sparen können. Ich bekam die Antwort, wenn ich das nicht in vollem Umfang unterschreibe, könne man leider nicht mehr mit mir zusammenarbeiten. Erpressung ist doch eigentlich strafbar, oder? Nun ja, den nächsten Vertrag dieser Art habe ich dann zähneknirschend unterzeichnet.  Schließlich möchte ich die Möglichkeit, das gute psychologische Handwerkszeug durch die Medien zu verbreiten, nicht einfach aufgeben.
 Aber ich konnte mir nicht verkneifen, auf ein beigelegtes Kärtchen zu schreiben:
"Darf ich Ihnen auch noch meine Seele verkaufen?"  Ich bin sicher, man hat in der Rechtsbateilung etwas irritiert geguckt.

Freitag, 2. Januar 2015

Neues Jahr, neues Glück

Ostern, Weihnachten - gut und schön. Aber mein Lieblingsfest ist eindeutig Silvester. Ich liebe Neuanfänge, besonders wenn sie so funkelnd daherkommen. Ein paar gute Vorsätze gehören natürlich dazu. Als Psychologin weiß ich durchaus, wie man die durchhält. Etwa mit der "Robotermethode", bei der man Denken und Fühlen ausschaltet und einfach handelt.  (siehe dazu auch mein Ebook "Wunscherfüllung für Selbstabholer".) Oder indem man Postit-Zettel mit mahnenden Sätzen an strategisch wichtigen Stellen wie dem badezimmerspiegel oder dem Kühlschrank verteilt . Doch eine der erfolgreichsten Strategien ist für mich das japanische Kaizen-Prinzip: Eine stetige minimale Verbesserung, mit der man jeden heimlichen Widerstand unterläuft. Ein Beispiel: Statt sich vorzunehmen, intensiv Sport zu treiben, macht man locker ein, zwei Fitness-Übungen vor dem Fernseher.  Oder statt gleich die ganze Ernährung von Junkfood auf gesund umzustellen, ordert man bei McDonald eine kleine Portion Pommes anstelle der sonst üblichen großen. Ist der Anfang erst einmal gemacht, entwickelt sich das von selbst weiter.
Viel Erfolg!