Freitag, 30. Mai 2014

Zufrieden?

Heute fand ich diesen Satz:

"Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte."
(Elisabeth Wienert, 83 Jahre)

Was glauben Sie, stimmt das?

Im Sinne einer glücklichen Einstellung ist die Aussage durchaus berechtigt. Trotzdem gilt der Satz nicht in jedem Fall. Nämlich dann nicht, wenn der Status quo nicht (mehr) zu uns passt und der Wunsch nach Veränderung eine Weiterentwicklung bedeutet.


Freitag, 23. Mai 2014

VERKANNTES GENIE

Ist Ihnen das Gefühl "Niemand erkennt mein Genie" vertraut? Es betrifft schließlich nicht nur künstlerische Talente, sondern auch ganz normale Menschen. Sie haben etwa einen guten Vorschlag im Meeting vorgebracht und hören: "Das ist viel zu kompliziert." Sie haben die Wohnung toll umdekoriert und Ihr Partner sagt genervt: "Was soll das denn schon wieder?". Oder Sie bekommen ganz grundsätzlich nicht die Anerkennung, die Sie verdienen: Sie machen einen Superjob, haben aber einen Chef, der findet: Nicht gemeckert ist genug gelobt.  
Mich überkommt das Verkanntes-Genie-Gefühl manchmal in punkto Ratgeber-Bücher. Da bemühe ich mich, wirksame Lebenshilfe zu geben, wissenschaftlich fundiert. umfassend, praktisch anwendbar.  Und dann verkauft sich ein Buch millionenfach, das außer einem kurzfristigen Motivationsflash nichts weiter zu bieten hat.

Die Folge könnte Verbitterung sein, Nicht umsonst gibt es so viel innere Kündigung oder andere Arten trotziger Verweigerung. In meinem Fall: "Bitte, wenn die LeserInnen nicht an sich arbeiten wollen und  meinen, man könne Glück einfach herbeizaubern, dann  werde ich meine Zeit und Kraft demnächst anders einsetzen.".Man kann die eigene Genie-Verkennung aber auch einfach mit Humor nehmen. Die Trainerin Margit Hertlein empfiehlt dazu eine augenzwinkende Methode, die mir sehr gefällt: Man besorgt sich ein Prinzessinnen- Faschingsdiadem aus Plastik. Wenn wieder mal ein Anfall dieser Art droht, setze man sich die auf. Es fällt gewiss schwer, mit dem Ding auf dem Kopf zu grollen.
Man kann auch ernsthaft gegen den Genie-Frust angehen: Indem wir uns selbst daran erfreuen, dass wir unser Bestes gegeben habe und bewusst das befriedigende Gefühl genießen, etwas Kreatives, Hilfreiches oder Schönes geschaffen zu haben.

Und dann passiert es manchmal doch ganz unerwartet: Jemand erkennt den Wert unserer Leistung, er schätzt sie, er nutzt sie und profitiert davon.
Gestern bekam ich die Mail einer Leserin:  "Ich wollte Ihnen schreiben, dass ich all Ihre Bücher liebe und Sie mir über die Jahre weitergeholfen und Mut gemacht haben."
Da saß ich verkanntes Genie, war glücklich und sagte mir: "Es lohnt sich doch!" 

Dienstag, 6. Mai 2014

Guter Umgang

Heute fand ich diesen Spruch, eine Weisheit der Indianer:

Behandle einen Stein wie eine Pflanze,
eine Pflanze wie ein Tier
und ein Tier wie einen Menschen

Das würde tatsächlich zu einem respektvollen Umgang mit der Natur führen.

Und wenn man es logisch weiterdenkt, lässt sich ergänzen:
"...und einen Menschen wie ein göttliches  Wesen".