Montag, 22. August 2011

Frisch bleiben!

Das neue Schuljahr hat angefangen. Jeden Morgen sehe ich Erstklässler auf dem Weg zur Schule.
Aufgeregt zappeln sie an Mamas oder Papas Hand, sprudeln über vor erlebten Geschichten, einige sind selbstbewusst, andere ein bisschen ängstlich.

Mich rührt es an, sie zu sehen, ihr Strahlen, ihre Freude auf das Neue.

Ja, denke ich, Lesen und Schreiben wird ihnen Welten eröffnen. Gute Lehrer und Schulfächer werden ihr Talent wecken.

Aber sie werden auch lernen, sich anzupassen. Keine "dummen" Frage zu stellen. Sich nicht durch Direktheit unbeliebt zu machen. Wie schade, denn dadurch geht viel verloren..

Mir fällt dazu eine kleine Anekdote ein:

Ich gehe mit dem sechsjährigen Felix durch die Hamburger Kunsthalle - ein mütterlicher Versuch, das Kind mal von Comics wegzulotsen und mit wahrer Kunst in Berührung zu bringen.
Tatsächlich schaut er sich die alten Gemälde gründlich an.
Besonders fasziniert bleibt er vor einem Bild stehen, das Mariä Himmelfahrt zeigt und will wissen, worum es da geht. "Da fährt die Mutter Gottes zum Himmel auf." erkläre ich. Felix erkundigt sich ganz interessiert: "Wie hat die das denn gemacht?".

Die Erstklässler können uns daran erinnern, dass es Begeisterung für Wissen und eine Frische des Denkens gibt, die wir uns erhalten sollten.











Samstag, 6. August 2011

Bei sich anfangen

Ein Abend in dem Park bei mir in der Nähe. Die Luft ist mild. Ein paar Leute spielen Boule, auf dem Rasen sitzen überall kleine Gruppen, einige haben einen Grill mitgebracht und machen Party. Wie schön, denke ich, als ich da vorbeikomme.

Am nächsten Morgen jogge ich in dem gleichen Park meine übliche Runde. Wo gestern die größte Gruppe gefeiert hat, liegt ein Haufen Unrat. Leere Flaschen, Pizzareste, Papier. Vögel und Hunde haben dafür gesorgt, dass sich alles auf dem Gras verteilt.

Gar nicht schön, denke ich. Und: Was geht in Menschen vor, die ihren Müll einfach liegen lassen und erwarten, dass ihn andere wegschaffen? Für mich ist das ein Symbol für eine grundsätzliche Haltung.

Heute morgen habe ich im Park einen Zettel angebracht. Nein, da steht nicht drauf: "Räumen Sie bitte Ihren Müll selbst weg." Solche Mahnung gibt es schon genug.
Bei einer Psychologin sieht sie etwas anders aus:

Liebe Picknicker,
wie wollen Sie die Welt verbessern oder Ihr Leben positiv verändern, wenn Sie nicht einmal Ihren Park sauberhalten können?

Wir werden sehen, ob es nutzt.

Fazit im September : Ja, es wirkt! Nach warmen Abend bleibt kein Müll mehr im Park. Ich sage mal euphorisch: Triumph der Psychologie.