Samstag, 24. November 2012

Kleine Freuden

Vor ein paar Tagen war ich in Oldenburg. Weil ich zwischen zwei Vorträgen Zeit hatte, bummelte ich durch die schöne Stadt mit ihren vielen reizvollen Geschäften.
Ich trug einen langen schwarzen Mantel. Und plötzlich sagte hinter mir eine weibliche Stimme: "Was für eine schöne Silhouette." Erfreut drehte ich mich um und blickte einer sympathischen Dame ins Gesicht. Als ich  mich für das Kompliment bedankte, erklärte sie mir: "Wenn ich etwas schön finde, dann sage ich das gerne."
Ich freute mich gleich doppelt, denn ich hatte offenbar eine Schwester im Geiste getroffen:

Wenn mir etwas an jemandem gefällt, dann teile ich das mit, auch wenn ich die Person gar nicht kenne. Erst stutzen diejenigen meist, weil so eine Ansprache eher ungewöhnlich ist. Eine Dame, deren extravaganten Hut ich bewunderte, fragte sogar misstrauisch: "Meinen Sie das ernst?". Doch dann löst mein Kompliment immer Freude aus - so wie ja auch, siehe oben, bei mir. Weil es einfach schön ist, wenn man gesehen wird. Wenn es jemand schätzt, dass man sich mit seinem Äußeren Mühe gegeben hat.

Möchten Sie das nicht auch mal ausprobieren? Sie könnten damit jemandem den Tag vergolden.  

P.S. Wie Sie das außerdem noch können, lesen Sie bitte im vorherigen Blog  "Weihnachten ist morgen".




Donnerstag, 8. November 2012

RISIKO IST DIE NEUE SICHERHEIT

Vor einigen Tagen habe ich einen Vortrag von Randy Gage , einem amerikanischen Millionär und Wohlstands-Coach, gehört. Er malte ein Zukunftsbild aus, das in seiner Konsequenz durchaus beängstigend sein kann: Revolutionäre Technologie wird unsere Gesellschaft komplett verändern. In der Folge werden viele Berufe eliminiert, ganze Branchen werden verschwinden. Den verlässlichen Arbeitsplatz wird es nicht mehr geben. 

So weit voraus müssen wir nicht einmal denken. Die Zukunft hat schon begonnen. Das sehe ich zum Beispiel in einer Branche, die mir vertraut ist, dem Journalismus. Gerade wurde in einer großen Frauenzeitschrift fast ein Drittel der Redaktion entlassen oder im Unternehmen anderweitig unterbracht.
Ich kann mir vorstellen, was für ein Schock das für die Betroffenen bedeutete, die zum Teil schon viele Jahre in ihren Ressorts tätig waren. 

Wer mit offenen Augen durch die Berufswelt geht, weiß, dass Randy Gage recht hat, wenn er sagt: Es gibt keine Sicherheit meht, wir müssen dem Risiko ins Auge sehen und darauf reagieren.

Eine Voraussetzung dafür ist, dass wir flexibel sind. Ideen haben. Unseren Fähigkeiten vertrauen.

Das gilt nicht nur für Angestellte, sondern auch für Selbständige. Obwohl letztere es in diesem Fall ein kleines  bisschen leichter haben: Sie konnten sich noch nie in die Hängematte eines  sicheren Gehaltes legen.

Mr. Gage hat recht, wenn er dazu aufruft, mit Mut und Querdenken auf die neue Realität zu reagieren. Dann ist sie nämlich kein Schrecken mehr, sondern eine Chance.