Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom September, 2017 angezeigt.

Gutes Vorbild

Jetzt weiß ich doch endlich, warum ich in puncto Arbeit immer so hartnäckig bin! Immerhin bin ich stolz darauf, dass ich bis heute keine einzige Deadline versäumt habe, also meine Texte – ob Buchmanuskripte oder Artikel – immer rechtzeitig abgegeben habe. Und auch eine Lesung würde ich nur absagen, wenn ich den Kopf unter dem Arm trage. Das habe ich bisher meiner eigenen Disziplin zugeschrieben, aber nun muss ich wohl umdenken: Es liegt daran, dass mein Vater mir ein gutes Vorbild war. Als Soldat hat er noch im Schützengraben Griechisch gelernt – nun gut, da war ich noch nicht geboren. Aber schon als kleines Mädchen habe ich mitbekommen, wie sorgsam er als Pastor seine Predigten vorbereitet hat. US-ForscherInnen der Universität Cambridge haben in Experimenten herausgefunden, dass schon 13- bis 18monatige Kinder am Beispiel ihrer Eltern herausfinden, dass sich harte Arbeit auszahlt und dass belohnt wird, wer sich anstrengt. Die Einstellung wird durch Zuschauen gelernt.Danke Papa!

Teurer Irrtum

Meine Großmutter war skeptisch gegenüber Billigangeboten. „Was nichts kostet, ist nichts“, pflegte sie zu sagen. In puncto Wein hätte sie damit allerdings Unrecht gehabt. Wissenschaftler der Universität Bonn haben herausgefunden, dass wir auf ein sogenanntes Marketing-Placebo hereinfallen: „Der Tropfen ist teuer? Dann muss er ja gut sein“ Verantwortlich dafür ist unser Belohnungssystem im Gehirn. Das wird bei höheren Preisen deutlich lebhafter aktiviert und verstärkt so das Geschmackserlebnis. Zum Nachweis hatten die Forscher Versuchspersonen, die im Kernspintomografen lagen, Wein zur Verkostung gegeben. Die Qualität war immer dieselbe, nur der vermeintliche Preis schwankte zwischen 3 € und 18 €. Wie erwartet gaben die Probanden an, dass der teurere Wein besser schmeckt. Dabei zeigten die Aufnehmen im Kernspintomografen, dass bei höherem Preis die für Belohnung und Motivation zuständigen Gehirnareale besonders aktiv waren. Erinnern Sie sich an den arroganten Ausspruch des ehemaligen …