Montag, 29. Februar 2016

Sports

Heute habe ich mal wieder etwas für meine Intelligenz getan: Ich bin einige Runden im Park gelaufen. Bewegung macht nämlich nicht nur fit, sondern auch schlau. Das gilt zunächst einmal besonders für Kinder. Studien haben den Zusammenhang zwischen kindlicher Motorik und Intelligenz belegt. Je sicherer und geschickter sich die Kinder bewegten, desto besser war ihre Leistung im Lesen und Schreiben. Sportunterricht wirkt sich also positiv auf die übrigen Fächer aus. Was im Kindesalter gilt, trifft auch noch auf Erwachsene zu: Bewegung sorgt selbst im fortgeschrittenen Alter dafür, dass im Gehirn neue Verbindungen, sogenannte Synapsen, geschaltet werden. Wer sich regelmäßig bewegt, steigert damit auch sein Konzentrationsvermögen und seine intellektuelle Leistungsfähigkeit. Also nichts wie auf die Piste!
Falls sich jetzt ein motorischer Faulpelz auf Winston Churchill berufen möchte, der sich für "no sports" ausgesprochen hat, dann möchte ich hier aufklären: Churchil pflegte vor wichtigen Entscheidungen lange Spaziergänge zu machen. Er lehnte nur den Leistungssport ab, den er für gesundheitsheitsschädlich hielt. Der Mann war eben intelligent. 
     

Donnerstag, 11. Februar 2016

Lesen Sie diesen fantastischen Blog!



In letzter Zeit ist mir aufgefallen, wie ungeniert übertrieben wird, um zum Kauf zu verlocken. Auf der Kanalsuche nach einem TV-Film geriet ich auf einen Verkaufssender und blieb dort fasziniert eine Weile hängen. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, und wem großblumiges Design oder glitzernde Klunker gefallen, der hat alles Recht der Welt, sie schön zu finden. Aber die Hymnen, die die Vertreiber auf ihre Produkte singen, sind denn doch etwas zu viel. Etwa: „Damit könnten Sie sich auf dem Filmfest in Cannes sehen lassen.“ Klar, die Käuferin bekommt dazu ja auch demnächst eine Einladung. Wie gut, dass sie dann schon die passende Tunika im Schrank hängen hat. Doch nicht nur auf Shopping-Kanälen wird maßlos übertrieben. Ich bin neulich auf eine Verlagsankündigung hereingefallen, in der ein neuer Roman als „ein Meisterwerk“ gelobt wurde. Tatsächlich war es eine ziemlich mittelmäßige Geschichte. Ja, ich weiß, was dem einen gefällt, lässt den anderen kalt, aber „Meisterwerk“ ist eine Kategorie, die über dem persönlichen Geschmack steht. Die Kriterien dafür sollten tatsächlich erfüllt sein, wenn man dne Begriff benutzt.
Mehr Realitätssinn bei der Produktvorstellung ist durchaus wünschenswert, sonst fühlt man sich für dumm verkauft. Und das zahlt sich gewiss nicht aus.

Montag, 1. Februar 2016

Verbaler Spitzentanz



Ringelnatz und Erich Kästner haben sicher von oben wohlwollend auf ihren begabten Nachwuchs geschaut. Und die Germanistin in mir (ja doch, in meinem ersten Leben habe ich das studiert!) war entzückt über seinen Wortwitz: Am Wochenende fand eine Lesung oder besser gesagt eine Performance von Peter Weissbach, genannt „Der Poeter“, statt, unter dem Motto „Sinnlos – aber mit Niveau“. Mit so unerwarteten Pointen und verbalen Wendungen, dass es viel Gelächter und Applaus nach jedem Beitrag gab. Peter Weissbach verkörpert seine Gedichte, mit Schalk in den Augen und einer lässig-linkischen Haltung. Da fällt schon mal etwas herunter oder eine musikalische Einspielung klappt nicht so recht. Aber das erhöht nur den Charme. Für mich war es jedenfalls ein Vergnügen. Und weil ich das gerne teilen möchte, sind hier mit freundlicher Erlaubnis des Autors zwei Gedichte. Mehr davon gibt es übrigens in seinem selbstverlegten Gedichtband „Vom Kreuchen & Fleuchen“ mit Versen und Fotos (KaterVerlag, ISBN  978-3-940063984).

Dieses Gedicht bitte laut lesen, dann entfaltet sich die Wirkung:

Kennedy, Nixon, Ford, Reagen, Bush, die Clintons und die Obamas
Die Obamas ham gesehen, 
wie hinterm Bush drei Nixon stehn.
Der Anblick war von kurzer Dauer, 
nur bis zum nächsten kleinen Schauer!
Und nun scheinen sie Ford zu sein 
und Clinton findet das gemein!
Und da denkt der Bill direkt, 
dass Hillary dahinter steckt…
Da sagt John F.: ich Kennedy- 
bei Reagen sieht man Nixen nie!

Und dieses ist nichts für Jugendliche unter 16 Jahren:

Die Spitzmaus und die Ratte
Die kleine Maus war, wie sich zeigt,
einer Ratte zugeneigt-
und sie war- den Eindruck hatt ich
für ne Spitzmaus ganz schön rattig…
Also machte sie sich dann
an die Auserwählte ran-
doch hier erkennt man, wie ich find
in diesem Fall macht Liebe blind-
denn für die Ratte ist indessen
das Mäuschen ein gefundnes Fressen…
man ahnt bereits was ihr nun droht:
erst rattenscharf, dann mausetot!