Donnerstag, 29. Dezember 2016

Mehr Gleichberechtigung



Ich bin für die Frauen-Quote und habe sogar mal mit einem Benefizvortrag die Journalistinnen-Initiative ProQuote unterstützt. Dass Gleichberechtigung nicht nur einen nachweisbaren Vorteil für westliche Arbeitsergebnisse bringt, sondern lebensnotwendig ist, hat jetzt die Welternährungsorganisation FAO belegt:  
Hätten Frauen in ländlichen Regionen der Welt die gleichen Chancen wie Männer, würden Millionen Menschen weniger Hunger leiden. Um fast ein Drittel ließen sich die Ernteerträge steigern. Vor allem zeigt die Erfahrung, dass Frauen den größten Teil ihres Einkommens in die Versorgung der Familie und die Ausbildung der Kinder investieren. Auf diese Weise könnte der Teufelskreis der Armut durchbrochen werden. Doch obwohl Frauen weitaus mehr Feldarbeit leisten als die Männer, gehört ihnen derzeit nur ein Bruchteil des Agrarlandes. Das sollte sich ändern. Kanayo Nwanze vom International Fund for Agricultural Development bringt es auf den Punkt: „Wer einen Mann fördert, investiert in ein Individuum, wer eine Frau fördert, investiert in die Gemeinschaft.“ Ist das nicht auch ein schönes Argument für unsere Quote?