Dienstag, 18. April 2017

Echt stark!



Selbstvertrauen zu haben, souverän aufzutreten – das wird oft damit verwechselt, keine Schwäche oder Unsicherheit zu zeigen. Doch das ist ein Irrtum! Menschen ohne Ängste und Zweifel gibt es nämlich nicht, und Scheitern gehört zum Leben. Wer so tut, als ob er keinen Fehler machen könnte und jeder Situation gewachsen sei, ist keineswegs souverän, sondern überheblich. Wirklich selbstbewusste Frauen und Männer kennen ihre Schwachpunkte und haben kein Problem damit, ein falsches Verhalten oder Misserfolge einzugestehen. Sie haben es nicht nötig, sich hinter einer perfekten Rolle zu verstecken. Genau das bringt ihnen den Respekt ihrer Umgebung ein. Die Sozialwissenschaftlerin Brené Brown belegt  in ihrem Buch „Verletzlichkeit macht stark“, dass ein offener Umgang mit der eigenen Unvollkommenheit zu guten Beziehungen auf Augenhöhe und einem erfüllten Leben führen. Wohlgemerkt, dabei geht es nicht darum, jedem persönliche Mängel zu offenbaren. Frei nach dem Spruch „Wer immer offen ist, ist nicht ganz dicht“, ist es manchmal durchaus klug, sich sicherer zu geben als man ist. Doch anderen permanent ein Ideal vorzuspielen, ist nicht nur anstrengend, sondern weist auch auf mangelndes Selbstvertrauen hin. Wer weiß, dass er grundsätzlich wertvoll ist, kann es sich leisten, auch Schwächen zuzugeben.       

Montag, 10. April 2017

Trampen 4.0



Ist Ihnen auch schon mal den Bus vor der Nase weggefahren und der nächste kam erst  eine halbe  Stunde später? Kein Spaß bei Kälte und Regen. Dagegen gibt es eine geniale Idee, die sich schon an einigen Orten in Deutschland durchgesetzt hat: Die „Mitfahrbank“. Kommunen haben Bänke mit dieser Aufschrift aufgestellt. Setzt man sich darauf, signalisiert man, dass man von einem freundlichen Autofahrer oder einer –fahrerin  mitgenommen werden möchte.  Wer allerdings am Steuer bei dieser Hilfsaktion mitmachen will, muss sich vorher mit Führerschein und Personalausweis registrieren lassen und unterschreiben, dass er keine Minderjährigen kutschiert – eine gute Vorsichtsmaßnahme. Bisher stehen diese Bänke nur auf dem Land an Orten mit schlechter Busanbindung, etwa in Osdorf bei Kiel. Aber wäre es nicht schön, wenn diese soziale Idee auch in der Stadt umgesetzt würde? Bestimmt gäbe es außer einem schnellen Lift viele interessante Begegnungen.