Sonntag, 16. März 2014

Soziale Gerechtigkeit

Die Schere zwischen arm und reich wurde mir wieder einmal deutlich bewusst:

In den Medien las man in den letzten Tagen von mehreren Millionen, die ein prominenter Fußballmanager verzockt und  hinterzogen hat.

Und dann der Anruf einer Freundin. Sie schlägt sich fleißig und mühsam durch, um ihren Lebensunterhalt und die Miete für ihre kleine Wohnung zu verdienen. Ihre geringe Rente reicht nicht, also nimmt sie jede Arbeit  an, Putzen, Altenpflege. Nun war sie ganz aufgeregt und glücklich, mal einen weniger anstrengenden Job zu haben, der ihr auch gefiel und bei dem sie außerdem zudem noch etwas mehr verdiente als bisher: In einer öffentlichen Einrichtung über Tag eine Ausstellung beaufsichtigen.
Kurz darauf teilte man ihr mit: Was sie dabei verdient, wird gegen den Wohngeldzuschuss aufgerechnet, den sie bekommt. So bleiben für ihre stundenlange Arbeit nur ein paar Euro übrig. "Ich mache es trotzdem!" sagt sie tapfer.

Noch Fragen zur sozialen Gerechtigkeit? Und bei der Gelegenheit: Wer verdient hier eigentlich Respekt?      

Montag, 3. März 2014

Hilft Horror?

Die EU hat durchgesetzt, dass Schockbilder auf Zigarettenschachteln abgebildet werden, etwa vom Krebs befallene Lungenflügel oder ruinierte Zähne.
Ich bin gespannt, ob das Wirkung zeigt. Raucher wissen doch längst, welche schlimmen Konsequenzen ihr Laster hat. Das ist weder eine Frage der Intelligenz noch beruht es auf mangelndem Wissen, es ist eine Sucht. 
Möglicherweise helfen drastische Fotos, die Gefahr bewusster zu machen als es Worte ("Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit") vermögen. Nur fürchte ich, dass demnächst wie für Iphones auch schicke Hüllen für Zigarettenschachteln angeboten werden. Schließlich gehört es zum Charakteristikum einer Sucht, die Augen vor den Folgen zu verschließen.