Mittwoch, 29. Januar 2014

Vorsätze umsetzen

Ende Januar - da darf man schon mal die Frage stellen: Was ist denn eigentlich aus Ihren guten Vorsätzen von Silvester geworden? Meist ist davon nach dem ersten intensiven Anlauf nicht mehr viel übrig.
Zum Glück kenne ich als Psychologin einige Tricks, wie man sich selbst bei der Stange halten kann:
Zum Beispiel Kaizen, die japanische Art der ständigen Verbesserung  Dabei nimmt man sich nichts Großes vor, sondern immer gerade so viel, dass man ein wenig besser ist als vorher - und das jeden Tag.
Oder: Sich seine Ziele aufschreiben und regelmäßig durchlesen, damit man sie nicht aus den Augen verliert.
Mein Favorit sind jedoch die  weisen Worte des großen Humanisten Erasmus von Rotterdam. Die hängen deshalb auch an meiner Pinwand :
"Am Ende stellt sich die Frage: Was hast du aus deinem Leben gemacht? Was du dann wünschst getan zu haben, das tue jetzt."
In diesem Sinne: Bleiben Sie aktiv!   

Sonntag, 12. Januar 2014

Wegwerfgesellschaft?

Plötzlich hatte ich das Gefühl, beim Musikhören auf einem Ohr taub zu sein: Das linke Teil meines hochwertigen Kopfhörers war kaputt. Der war noch gar nicht alt, die Garantie allerdings war abgelaufen Einen neuen kaufen? Das sah ich nicht ein. Ich schickte das defekte Gerät an den Hersteller und bekam kurz darauf einen Kostenvoranschlag für die Reparatur. Ich staunte nicht schlecht: Für den Preis könnte ich einen neuen Kopfhörer bekommen.
Die meisten von uns haben schon Ähnliches mit ihren Geräten erlebt: Elektrische Zahnbürsten, die man wegwerfen muss, wenn sie kaputt sind, weil sie sich nicht öffnen lassen. Handys, die man notgedrungen entsorgt, obwohl nur das Glasdisplay gesprungen ist. Staubsauger, die man nicht benutzen kann, weil es keine Beutel mehr für sie gibt.
Inzwischen weiß man, dass viele Geräte mit eingebautem Akku bewusst so konstruiert sind, dass sie sich nur schwer reparieren lassen. Oder es werden Verschleißteile eingesetzt, die die Lebensdauer bewusst verkürzen. 
Ärgerlich, teuer - und vor allem umweltschädlich.Doch es gibt Licht am Horizont: Immer mehr Menschen geht es um Nachhaltigkeit. Und die Möglichkeiten, Defektes wieder flott zu machen, wachsen  So gibt es in Hamburg inzwischen eine kleine Firma , die Handys repariert. Oder ein Repair-Café, in dem sich Leute beim Kaffee treffen, um an ihren kaputten Diktiergeräten oder Fahrrädern zu schrauben..
Wenn erst einmal mehr Menschen umdenken, werden sich die Hersteller anpassen müssen.
Übrigens, ich lasse den Kopfhörer reparieren.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Gute Vorsätze - nun ja...

Haben Sie fürs neue Jahr gute Vorsätze gefasst? Vielleicht die Klassiker: Gesünder essen. Weniger Alkohol. Rauchen aufgeben. Mehr Sport machen. Mehr Zeit für die Lieben haben. Oder auch ganz Persönliches.

Ich möchte Sie nicht entmutigen, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das meist nur teilweise klappt. 
Weil wir schon Anfang des Monats wieder in der üblichen Tretmühle laufen und Gewohnheit der Feind des Neuen ist.
Dann passiert es leicht, dass wir uns die mangelnde Willenskraft übelnehmen und uns innerlich niedermachen. Genau an der Stelle schlage ich etwas anderes vor: Selbstmitgefühl. Statt uns als willensschwach zu beschimpfen, sollten wir verständnisvoll und liebevoll mit uns umgehen. Uns wie eine gute Freundin oder ein guter Freund aufbauen: "Toll, dass du es überhaupt probiert hast. Okay, es hat noch nicht ganz so geklappt, wie es wünschenswert wäre. Aber egal, hinfallen kann jeder, Hauptsache, er steht wieder auf.Versuch es jetzt einfach noch einmal." Ich bin sicher, das motiviert Sie viel mehr, weiterzumachen. Schließlich weiß man doch aus der Pädagogik, dass man mit Lob mehr erreicht als mit Strafe.
Jedenfalls wünsche ich Ihnen viel Erfolg!