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Nomen est omen

Kürzlich ging es durch die Medien: Der Moderator Dieter Moor hat sich entschlossen, zu seinem 50. Geburtstag seinen ungeliebten Vornamen in "Max" zu verändern.  Nun rätselt so mancher: Warum hat er gerade "Max" gewählt? Die bloße Alliteration jedenfalls kann es nicht sein. Da stünden schließlich auch Michael, Mike, Marian oder Marius zur Verfügung.Namen haben eine Aura. Ihr Klang evoziert ein Bild.So hat "Max" hat etwas Freches. Nicht umsonst heißen die bösen Buben bei Wilhelm Busch "Max und  Moritz".Wenn ich mir die Fotos von Herrn Moor so anschaue, dann sehe ich keinen Max, höchstens einen Maximilian.Aber vielleicht ist der "Max" eine Seite, die Herr Moor in sich trägt und die nun gerne heraus will?Oder eine Eigenschaft, die er sich wünscht?

In meinem Bekanntenkreis sind drei Frauen, die sich schon vor längerer Zeit umbenannt haben. Wenn aus einer Elisabeth eine Ina wird oder aus einer Elke eine Paulina, dann hat das Folgen. Psychologen haben festgestellt, dass der Name, mit dem wir angesprochen werden, Auswirkungen auf uns hat.
Sind Sie mit Ihrem Namen zufrieden? Finden Sie, dass er Sie repräsentiert? Möchten Sie anders wahrgenommen werden, vielleicht charmanter, frecher, warmherziger, seriöser, eleganter? Dann schauen Sie doch mal, welcher Vorname das für Sie ausdrückt. Und gönnen Sie sich gegebenfalls einen neuen. Doch überlegen Sie sich das gut, denn sich einen neuen Vornamen zu wählen, ist ímmer auch ein Programm. Mit dem muss es Ihnen ernst sein.
Ihre Eva  (Wlodarek)



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Schwere Kost

Neulich habe ich mal wieder festgestellt: Man kann sich nicht nur über essen , sondern auch über lesen . Die Neigung, Bücher zu verschlingen (welch passendes Wort!), hat sich allerdings bei mir schon früh gezeigt. Als Kind habe ich nächtelang mit der Taschenlampe Karl-May-Bücher gelesen und mich dabei komplett in die Prärie oder ins wilde Kurdistan geträumt. 500 Seiten? Ein Kinderspiel. Heutzutage fehlt mir zu exzessivem Lesen meist die Zeit, so dass ich Bücher nur in Häppchen lese. Da kommt pro Woche auch ganz nett etwas zusammen, wie man - als Spitze des Eisbergs - meinem Rezensionsblog (wlodarek-rezensionen.blogspot.de) entnehmen kann. Doch manchmal knüpfe ich an die früheren Zeiten an und lese nonstop. Wie am vergangenen Wochenende. Anschließend ging es mir gar nicht gut. Weil ich vergessen hatte, dass sich intensive Lektüre auswirkt. Sich ein Buch mit negativem Inhalt, und sei es noch so gut geschrieben, ´reinzuziehen bekommt einem ohnehin selten, doch wenn man sich dann ...

Waldbaden

Hätten Sie´s gewusst? Rund ein Drittel Deutschlands ist von Wald bedeckt. Wohl jeder von uns dürfte also zumindest ein Wäldchen in der Nähe haben und gelegentlich in seiner Freizeit einen Waldspaziergang machen. Gewiss hat man dann auch schon erlebt, wie erholsam es ist, sich bei Vogelgezwitscher unter Buchen, Tannen oder Eichen fortzubewegen. Doch diese einfache Freude erhält jetzt eine schicke Überhöhung. Der neue Trend heißt „Baden in der Waldluft“. Er kommt aus Japan, wo er unter dem Begriff „Shirin-Yoku“ bekannt ist. Durch Ruhe, bewusstes Atmen und Spüren der Natur soll Stress vermindert werden. Aha! Inzwischen werden schon für teures Geld Kurse in Waldbaden angeboten. Für mein Shirin-Yoku in den Wäldern um den Plöner See brauche ich zum Glück keine Anleitung.  

Ruhe bitte!

Die Autorin Regina Kramer schreibt in einem Artikel: „Lärm ist nicht nur eins auf die Ohren, sondern auch auf Psyche.“ Sie hat ja so Recht! Ich weiß, wovon ich rede: Unter unsere Wohnung in einem schönen, aber hellhörigen Altbau sind seit einiger Zeit drei koreanische Musikstudentinnen eingezogen. Seitdem wird gerne zwischen 11.00 Uhr und 19.00 Uhr Geige geübt. Nicht etwa zusammenhängende Melodien, sondern einzelne Töne, die an die Laute einer malträtierte Katze erinnern. Aber mir bleibt ja noch die Flucht ins Büro. Nur, seit einem halben Jahr hat unter meinen Räumen ein Laden für Shishas (Wasserpfeifen) eröffnet. Offenbar ist Musik dem Verkauf förderlich, jedenfalls höre ich die Bässe wummern. Nachdem ich mehrfach wie ein Racheengel im Laden aufgetreten bin, ist es derzeit ruhig. Zu empfindlich? Oh nein, ich habe die Hirnforschung auf meiner Seite: Laute Geräusche mindern die Informationsverarbeitung im Gehirn und blockieren die Kreativität. Aber als Psychologin weiß ich auch...