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Sprich mit mir!

Man bekommt nicht allzuoft die Gelegenheit, die gleiche Szenerie an verschiedenen Orten zu betrachten. Als Psychologin konnte ich es einfach nicht lassen, ich habe die Chance zum Vergleich genutzt:

Party zur Eröffnung des Hamburger Filmfestes: Großartiges Buffet, viele Gäste aus der Medienszene. Eine gute Gelegenheit, interessante Menschen kennenzulernen. Sollte man jedenfalls meinen. Aber: Hier redet man nur mit denjenigen, die man kennt. Jeder Ansatz von Smalltalk meinerseits scheitert an der Schmallippigkeit der Adressaten. Das Essen war gut. Tschüß.

Party nach der Verleihung des Kölner Filmpreises. Das Buffet ist lecker, aber weniger spektakulär. Man steht mit seinem Kölsch- oder Sektglas an Tischen, in Grüppchen, zu zweit, solo. Außer einer Preisträgerin kenne ich hier niemanden. Das macht nichts: Im Nu bin ich im Gespräch. Ein schöner Abend.

Eine Frage der Mentalität? Nicht nur. Auch eine Frage der Offenheit. Wer sich abschottet, fürchtet sich vor Neuem und Unbekanntem - und verpasst dabei eine Menge. Aufgeschlossenheit für andere gibt Anregung, Inspiration. Man erfährt Geschichten, hört interessante Meinungen,knüpft Kontakte. Und sollte einem tatsächlich jemand begegnen, der nervt oder langweilt, dann ist das immerhin eine gute Übung in Sachen Abgrenzung.

Sind Sie Typ Hamburg oder Typ Köln?

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