Donnerstag, 11. Februar 2016

Lesen Sie diesen fantastischen Blog!



In letzter Zeit ist mir aufgefallen, wie ungeniert übertrieben wird, um zum Kauf zu verlocken. Auf der Kanalsuche nach einem TV-Film geriet ich auf einen Verkaufssender und blieb dort fasziniert eine Weile hängen. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, und wem großblumiges Design oder glitzernde Klunker gefallen, der hat alles Recht der Welt, sie schön zu finden. Aber die Hymnen, die die Vertreiber auf ihre Produkte singen, sind denn doch etwas zu viel. Etwa: „Damit könnten Sie sich auf dem Filmfest in Cannes sehen lassen.“ Klar, die Käuferin bekommt dazu ja auch demnächst eine Einladung. Wie gut, dass sie dann schon die passende Tunika im Schrank hängen hat. Doch nicht nur auf Shopping-Kanälen wird maßlos übertrieben. Ich bin neulich auf eine Verlagsankündigung hereingefallen, in der ein neuer Roman als „ein Meisterwerk“ gelobt wurde. Tatsächlich war es eine ziemlich mittelmäßige Geschichte. Ja, ich weiß, was dem einen gefällt, lässt den anderen kalt, aber „Meisterwerk“ ist eine Kategorie, die über dem persönlichen Geschmack steht. Die Kriterien dafür sollten tatsächlich erfüllt sein, wenn man dne Begriff benutzt.
Mehr Realitätssinn bei der Produktvorstellung ist durchaus wünschenswert, sonst fühlt man sich für dumm verkauft. Und das zahlt sich gewiss nicht aus.

1 Kommentare:

Anonymous Anonym meinte...

Ihr Blog gefällt mir tatsächlich sehr gut. Ich hoffe, dass ihn viele Frauen lesen. Und vielleicht auch Männer. Da ich zu den Menschen gehöre, die manche Dinge so hinnehme wie sie sind, denke ich darüber oft nicht weiter nach, sondern entscheide für mich, ob es wichtig oder unwichtig ist. Die Werbebranche lebt davon, dass wir wirklich ALLES im Überfluss besitzen und natürlich ALLES Spitzenerzeugnisse sind. Hat schon einmal jemand Werbung für unsere Zeit (ich meine nicht die Zeitung) gemacht? Es gibt ein wunderbares Gedicht von Elli Michler: "Ich wünsch dir Zeit" !!! 20 Zeilen für die ich gern werben möchte. Ich freue mich schon auf Ihren nächsten Blogeintrag, liebe Frau Dr. Wlodarek, und sende viele Grüße!

12. Februar 2016 um 00:01  

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