Jetzt weiß ich doch endlich,
warum ich in puncto Arbeit immer so hartnäckig bin! Immerhin bin ich stolz
darauf, dass ich bis heute keine einzige Deadline versäumt habe, also meine
Texte – ob Buchmanuskripte oder Artikel – immer rechtzeitig abgegeben habe. Und
auch eine Lesung würde ich nur absagen, wenn ich den Kopf unter
dem Arm trage. Das habe ich bisher meiner eigenen Disziplin zugeschrieben, aber
nun muss ich wohl umdenken: Es liegt daran, dass mein Vater mir ein gutes
Vorbild war. Als Soldat hat er noch im Schützengraben Griechisch gelernt – nun gut,
da war ich noch nicht geboren. Aber schon als kleines Mädchen habe ich
mitbekommen, wie sorgsam er als Pastor seine Predigten vorbereitet hat. US-ForscherInnen
der Universität Cambridge haben in Experimenten herausgefunden, dass schon 13-
bis 18monatige Kinder am Beispiel ihrer Eltern herausfinden, dass sich harte
Arbeit auszahlt und dass belohnt wird, wer sich anstrengt. Die Einstellung wird
durch Zuschauen gelernt.Danke Papa!
Hätten Sie´s gewusst? Rund ein Drittel Deutschlands ist von Wald bedeckt. Wohl jeder von uns dürfte also zumindest ein Wäldchen in der Nähe haben und gelegentlich in seiner Freizeit einen Waldspaziergang machen. Gewiss hat man dann auch schon erlebt, wie erholsam es ist, sich bei Vogelgezwitscher unter Buchen, Tannen oder Eichen fortzubewegen. Doch diese einfache Freude erhält jetzt eine schicke Überhöhung. Der neue Trend heißt „Baden in der Waldluft“. Er kommt aus Japan, wo er unter dem Begriff „Shirin-Yoku“ bekannt ist. Durch Ruhe, bewusstes Atmen und Spüren der Natur soll Stress vermindert werden. Aha! Inzwischen werden schon für teures Geld Kurse in Waldbaden angeboten. Für mein Shirin-Yoku in den Wäldern um den Plöner See brauche ich zum Glück keine Anleitung.
Vorbilder sind wohl stets gut. Und Kinder lernen durch Nachahmung. Das habe ich auch mal von den Professoren Spitzer und Hüther gehört. Später benötigen wir eine gute Intuition oder einen wachen Verstand, wen wir uns zum Vorbild nehmen. Aber Goethe sagte bereits: "Überall lernt man von dem, den man liebt."
AntwortenLöschenWir können uns selbst entwickeln, wenn wir wollen. Mir gefallen Ihre Blogeinträge, liebe Frau Dr. Wlodarek. Danke und viele Grüße!
Herzlichen Dank für Ihren Kommentar und den schönen Goethe-Spruch. Ja, wir haben durch unsere Persönlichkeit mehr Einfluss als wir glauben.
AntwortenLöschen