Unglaublich: Fast 90 000 Bücher erscheinen jedes Jahr in Deutschland,
die meisten traditionell im Herbst. Um den
Termin der Frankfurter Buchmesse herum geben dann Magazine und überregionale Zeitungen
Tipps, was zu lesen lohnt. Dazu wühlen sich die Journalisten vorab durch
unzählige Krimis, Romane, Sachbücher. Ich bin für ihre Arbeit dankbar, denn
andernfalls wäre mir vielleicht der eine oder andere Schatz entgangen. Aber
noch mehr freut mich, dass zu diesem Zeitpunkt Bücher so gefeiert werden. Sie
sind, allen anderen Medien zum Trotz, für unsere Seele besonders wertvoll. Ich habe
selbst durch Ratgeber viel gelernt. Manchmal war es nur ein Satz, der mir plötzlich
eine ganz neue Sichtweise bescherte. Der Schriftstellers Tschingis Aimatov hat
durchaus Recht, wenn er sagt: „Du öffnest die Bücher und sie öffnen dich.“ In diesem
Sinne wünsche ich allen, dass sie für sich den passenden „Seelenöffner“ finden,
sei es in Form eines berührenden Romans, einer Biografie oder eines Sachbuches.Die Zeit ist gerade günstig.
Der Postzusteller st eht mit einem Päckchen vor der Tür. Oft nehme ich Sendungen für Nachbarn an, die nicht zuhause sind. Aber dieses ist für mich. Ich ahne schon: Darin sind Exemplare von meine m neuen Buch „Vertrau dem Leben. Von A wie Abenteuergeist bis Z wie Zeitreise“, mit meinen eigenen Illustrationen. Ein neugeborenes Kind im Arm zu halten ist ein unglaubliches Gefühl, aber ein neues Buch, ein „geistiges Kind“, zum ersten Mal in den Händen zu halten, ist auch sehr bewegend. Dieses ist mein zwölftes, also schon Teil einer größeren Buch-Familie, aber trotzdem einmalig. Und wie bei einem Säugling weiß man nicht, was daraus wird. „Habent sua fata libelli“ – die Bücher haben ihr eigenes Schicksal, wusste schon der antike Grammatiker Terentianus Maurus. Mein erstes Buch „Mich übersieht keiner mehr. Größere Ausstrahlung gewinnen“ wurde ein Bestseller und sorgte dafür, dass ich im Erscheinungsjahr 145 Tage auf Lesereise war. Der eine oder andere Nachfolger wurde weniger euphorisc...
Ich habe in dem Frauenmagazin "emotion" 11/2016 gelesen, dass laut einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Yale, Bücherwürmer im Durchschnitt 23 Monate länger leben als Menschen, die nicht lesen. Lesen ist also gesund :-)!
AntwortenLöschenDas glaube ich unbedingt. Lesen macht nämlich glücklich. Eine Bekannte hat mir mal erzählt, dass sie ihre Depression mit dem Lesen von Romanen überwunden hat. Ohne Bücher könnte ich jedenfalls nicht leben.
AntwortenLöschenJa, das Leben kann so einfach sein, wenn wir echte Freude empfinden können. Ich freue mich auf Ihr nächstes Buch, liebe Frau Wlodarek, das bald erscheinen wird. Herbstliche Grüße nach HH!
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