Sonntag, 16. März 2014

Soziale Gerechtigkeit

Die Schere zwischen arm und reich wurde mir wieder einmal deutlich bewusst:

In den Medien las man in den letzten Tagen von mehreren Millionen, die ein prominenter Fußballmanager verzockt und  hinterzogen hat.

Und dann der Anruf einer Freundin. Sie schlägt sich fleißig und mühsam durch, um ihren Lebensunterhalt und die Miete für ihre kleine Wohnung zu verdienen. Ihre geringe Rente reicht nicht, also nimmt sie jede Arbeit  an, Putzen, Altenpflege. Nun war sie ganz aufgeregt und glücklich, mal einen weniger anstrengenden Job zu haben, der ihr auch gefiel und bei dem sie außerdem zudem noch etwas mehr verdiente als bisher: In einer öffentlichen Einrichtung über Tag eine Ausstellung beaufsichtigen.
Kurz darauf teilte man ihr mit: Was sie dabei verdient, wird gegen den Wohngeldzuschuss aufgerechnet, den sie bekommt. So bleiben für ihre stundenlange Arbeit nur ein paar Euro übrig. "Ich mache es trotzdem!" sagt sie tapfer.

Noch Fragen zur sozialen Gerechtigkeit? Und bei der Gelegenheit: Wer verdient hier eigentlich Respekt?      

1 Kommentare:

Anonymous Anonym meinte...

Liebe Frau Dr. Wlodarek, ich stimme Ihnen zu, denn auch ich verstehe die Welt nicht. Schlimm genug, dass der Mann auch mit seiner Selbstanzeige nicht ehrlich war!Um so unverständlicher ist für mich,dass Politiker ihm ihren Respekt zollen,weil er das Urteil anerkennt.Wird es jemals soziale Gerechtigkeit geben?Übrigens gab es diese auch in der ehemaligen DDR nicht!Viele Grüße,R.F.

16. März 2014 um 13:47  

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