Direkt zum Hauptbereich

Frisch bleiben!

Das neue Schuljahr hat angefangen. Jeden Morgen sehe ich Erstklässler auf dem Weg zur Schule.
Aufgeregt zappeln sie an Mamas oder Papas Hand, sprudeln über vor erlebten Geschichten, einige sind selbstbewusst, andere ein bisschen ängstlich.

Mich rührt es an, sie zu sehen, ihr Strahlen, ihre Freude auf das Neue.

Ja, denke ich, Lesen und Schreiben wird ihnen Welten eröffnen. Gute Lehrer und Schulfächer werden ihr Talent wecken.

Aber sie werden auch lernen, sich anzupassen. Keine "dummen" Frage zu stellen. Sich nicht durch Direktheit unbeliebt zu machen. Wie schade, denn dadurch geht viel verloren..

Mir fällt dazu eine kleine Anekdote ein:

Ich gehe mit dem sechsjährigen Felix durch die Hamburger Kunsthalle - ein mütterlicher Versuch, das Kind mal von Comics wegzulotsen und mit wahrer Kunst in Berührung zu bringen.
Tatsächlich schaut er sich die alten Gemälde gründlich an.
Besonders fasziniert bleibt er vor einem Bild stehen, das Mariä Himmelfahrt zeigt und will wissen, worum es da geht. "Da fährt die Mutter Gottes zum Himmel auf." erkläre ich. Felix erkundigt sich ganz interessiert: "Wie hat die das denn gemacht?".

Die Erstklässler können uns daran erinnern, dass es Begeisterung für Wissen und eine Frische des Denkens gibt, die wir uns erhalten sollten.











Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Keine Angst!

Ich habe einen schönen Spruch von Mark Twain gefunden:

Ich habe im Leben schon viele schlimme Dinge durchgemacht. Einige davon sind wirklich passiert.

Tatsächlich beziehen sich die meisten Ängste auf etwas Zukünftiges, dessen Eintreffen gar nicht hundertprozentig sicher ist. Von daher ist es sinnlos, sich verrückt zu machen.

Der bessere Weg:

Verwandeln Sie Sorgen in Sorgfalt. Indem Sie planen (Was kann ich tun, wenn...) entwickeln Sie ein Instrumentarium, um dem "worst case" entgegenzutreten - falls der überhaupt eintritt. Bis dahin: Schlafen Sie gut!

Verwandeln Sie Angst in Aktivität. Fragen Sie sich: Was kann ich heute, hier und jetzt konkret tun, um zu vermeiden, wovor ich Angst habe? Tun Sie diese Schritte. Das gibt Ihnen das Gefühl von Kontrolle.

Nobelpreis für die Psychologie

Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaft geht an den US-Forscher Richard Thaler, Begründer der Verhaltensökonomie. Lange Zeit ging man davon aus, bei Geldanlagen würden Emotionen keine Rolle spielen, hier würde sachlich analysiert. Thaler widerlegte diese Vorstellung. Er brachte als Erster psychologische Erkenntnisse in die Wirtschaftswissenschaften ein. In zahlreichen Studien wies er nach, dass gerade die sogenannten weichen Eigenschaften einen großen Einfluss auf die Märkte haben. So tun sich zum Beispiel Aktionäre schwer, sich von verlustreichen Aktien zu trennen, obwohl das sinnvoll wäre. Das hat ja eine ganze Weile gedauert, bis der Mythos vom sachlichen homo oeconomicus enttarnt wurde. Aber dass wir Menschen nur begrenzt rational handeln, gilt nicht allein für die Wirtschaft, sondern für jeden Beruf. Von daher ist es sinnvoll, wenn es etwa bei Konferenzen, Messen und anderen Job-Veranstaltungen nicht nur fachliche Beiträge gibt, sondern immer auch psychologische Kenntnisse ver…