Direkt zum Hauptbereich

Frisch bleiben!

Das neue Schuljahr hat angefangen. Jeden Morgen sehe ich Erstklässler auf dem Weg zur Schule.
Aufgeregt zappeln sie an Mamas oder Papas Hand, sprudeln über vor erlebten Geschichten, einige sind selbstbewusst, andere ein bisschen ängstlich.

Mich rührt es an, sie zu sehen, ihr Strahlen, ihre Freude auf das Neue.

Ja, denke ich, Lesen und Schreiben wird ihnen Welten eröffnen. Gute Lehrer und Schulfächer werden ihr Talent wecken.

Aber sie werden auch lernen, sich anzupassen. Keine "dummen" Frage zu stellen. Sich nicht durch Direktheit unbeliebt zu machen. Wie schade, denn dadurch geht viel verloren..

Mir fällt dazu eine kleine Anekdote ein:

Ich gehe mit dem sechsjährigen Felix durch die Hamburger Kunsthalle - ein mütterlicher Versuch, das Kind mal von Comics wegzulotsen und mit wahrer Kunst in Berührung zu bringen.
Tatsächlich schaut er sich die alten Gemälde gründlich an.
Besonders fasziniert bleibt er vor einem Bild stehen, das Mariä Himmelfahrt zeigt und will wissen, worum es da geht. "Da fährt die Mutter Gottes zum Himmel auf." erkläre ich. Felix erkundigt sich ganz interessiert: "Wie hat die das denn gemacht?".

Die Erstklässler können uns daran erinnern, dass es Begeisterung für Wissen und eine Frische des Denkens gibt, die wir uns erhalten sollten.











Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Schwere Kost

Neulich habe ich mal wieder festgestellt: Man kann sich nicht nur über essen , sondern auch über lesen . Die Neigung, Bücher zu verschlingen (welch passendes Wort!), hat sich allerdings bei mir schon früh gezeigt. Als Kind habe ich nächtelang mit der Taschenlampe Karl-May-Bücher gelesen und mich dabei komplett in die Prärie oder ins wilde Kurdistan geträumt. 500 Seiten? Ein Kinderspiel. Heutzutage fehlt mir zu exzessivem Lesen meist die Zeit, so dass ich Bücher nur in Häppchen lese. Da kommt pro Woche auch ganz nett etwas zusammen, wie man - als Spitze des Eisbergs - meinem Rezensionsblog (wlodarek-rezensionen.blogspot.de) entnehmen kann. Doch manchmal knüpfe ich an die früheren Zeiten an und lese nonstop. Wie am vergangenen Wochenende. Anschließend ging es mir gar nicht gut. Weil ich vergessen hatte, dass sich intensive Lektüre auswirkt. Sich ein Buch mit negativem Inhalt, und sei es noch so gut geschrieben, ´reinzuziehen bekommt einem ohnehin selten, doch wenn man sich dann ...

Das neue Buch ist da!

Der Postzusteller st eht mit einem Päckchen vor der Tür. Oft nehme ich Sendungen für Nachbarn an, die nicht zuhause sind. Aber dieses ist für mich. Ich ahne schon: Darin sind Exemplare von meine m neuen Buch „Vertrau dem Leben. Von A wie Abenteuergeist bis Z wie Zeitreise“, mit meinen eigenen Illustrationen. Ein neugeborenes Kind im Arm zu halten ist ein unglaubliches Gefühl, aber ein neues Buch, ein „geistiges Kind“, zum ersten Mal in den Händen zu halten, ist auch sehr bewegend. Dieses ist mein zwölftes, also schon Teil einer größeren Buch-Familie, aber trotzdem einmalig. Und wie bei einem Säugling weiß man nicht, was daraus wird. „Habent sua fata libelli“ – die Bücher haben ihr eigenes Schicksal, wusste schon der antike Grammatiker Terentianus Maurus. Mein erstes Buch „Mich übersieht keiner mehr. Größere Ausstrahlung gewinnen“ wurde ein Bestseller und sorgte dafür, dass ich im Erscheinungsjahr 145 Tage auf Lesereise war. Der eine oder andere Nachfolger wurde weniger euphorisc...

Waldbaden

Hätten Sie´s gewusst? Rund ein Drittel Deutschlands ist von Wald bedeckt. Wohl jeder von uns dürfte also zumindest ein Wäldchen in der Nähe haben und gelegentlich in seiner Freizeit einen Waldspaziergang machen. Gewiss hat man dann auch schon erlebt, wie erholsam es ist, sich bei Vogelgezwitscher unter Buchen, Tannen oder Eichen fortzubewegen. Doch diese einfache Freude erhält jetzt eine schicke Überhöhung. Der neue Trend heißt „Baden in der Waldluft“. Er kommt aus Japan, wo er unter dem Begriff „Shirin-Yoku“ bekannt ist. Durch Ruhe, bewusstes Atmen und Spüren der Natur soll Stress vermindert werden. Aha! Inzwischen werden schon für teures Geld Kurse in Waldbaden angeboten. Für mein Shirin-Yoku in den Wäldern um den Plöner See brauche ich zum Glück keine Anleitung.