Donnerstag, 14. April 2016

Schwere Kost



Neulich habe ich mal wieder festgestellt: Man kann sich nicht nur überessen, sondern auch überlesen. Die Neigung, Bücher zu verschlingen (welch passendes Wort!), hat sich allerdings bei mir schon früh gezeigt. Als Kind habe ich nächtelang mit der Taschenlampe Karl-May-Bücher gelesen und mich dabei komplett in die Prärie oder ins wilde Kurdistan geträumt. 500 Seiten? Ein Kinderspiel.
Heutzutage fehlt mir zu exzessivem Lesen meist die Zeit, so dass ich Bücher nur in Häppchen lese. Da kommt pro Woche auch ganz nett etwas zusammen, wie man - als Spitze des Eisbergs - meinem Rezensionsblog (wlodarek-rezensionen.blogspot.de) entnehmen kann. Doch manchmal knüpfe ich an die früheren Zeiten an und lese nonstop. Wie am vergangenen Wochenende. Anschließend ging es mir gar nicht gut. Weil ich vergessen hatte, dass sich intensive Lektüre auswirkt. Sich ein Buch mit negativem Inhalt, und sei es noch so gut geschrieben, ´reinzuziehen bekommt einem ohnehin selten, doch wenn man sich dann auch noch zu lange damit beschäftigt, schadet es dem Gemüt. In diesem Fall handelte die Lektüre über 600 Seiten von einem drogensüchtigen Narzissten.
Merke: Man sollte sich seine geistige Nahrung gut aussuchen und es nicht übertreiben. Mit großen Mengen ungesunder Kost verdirbt man sich nämlich nicht nur den Magen, sondern auch die Stimmung.  

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