Direkt zum Hauptbereich

Feiern Sie sich!

Da blieb mir vor Erstaunen der Mund offen stehen:

Eine Coaching-Kollegin aus München, Buchautorin und Meisterin der Selbstvermarktung, verkündete kürzlich dem Erdkreis per Twitter, dass eines ihrer Bücher ins Chinesische übersetzt worden sei. Sie nahm dazu die Glückwünsche ihrer Fans entgegen und freute sich, dass nun Millionen Chinesen ihr Werk kaufen würden.

Mit einer hochgezogenen Augenbraue dachte ich: "Wie aufgeblasen ist das denn!" Schließlich ist mein Buch "Mich übersieht keiner mehr" schon seit Jahren ins Chinesische übersetzt. Ich erinnere mich nicht, dazu so ein Fass aufgemacht zu haben. Allenfalls habe ich mal als Gag im Bekanntenkreis erzählt, dass ich nur an meinem Foto in dem Belegexemplar erkannt habe, dass es sich um eines meiner Bücher handelte.

Doch mitten in meinem bescheidenen Hochmut machte es plötzlich "Klick":

Die Frau hat ja völlig recht! Wir schätzen unsere Leistung meist viel zu wenig. Eher grübeln wir, was noch nicht geschafft worden ist. Und eilen gleich weiter zur nächsten Herausforderung, anstatt erst einmal zu genießen, was wir Tolles geschafft haben.

Ich habe jedenfalls beschlossen, mich absofort mehr über das zu freuen, was ich leiste Und wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie das auch tun. Halten Sie einmal inne und überlegen Sie, was Sie schon alles gut oder sehr gut hinbekommen haben.

Hier sind ein paar kleine Mittel, sich darauf zu besinnen:
Zünden Sie dafür eine Kerze an. stellen Sie einen Blumenstrauß auf. Schreiben Sie sich eine Dankeskarte.

Übrigens, schauen Sie doch mal auf meine Website unter "Internationale Ausgaben". Wenn das kein Grund zur Freude ist!!

Kommentare

  1. Liebe Frau Dr. Wlodarek,habe heute erst Ihre Eintragung im Blog entdeckt und sage einfach danke! Ich möchte Ihre Bücher nicht missen,denn ich ich habe dadurch meinen "blinden Fleck" gefunden und lebe nach der "Tom Sawyer-Methode". Herzliche Grüße,Rena Franz

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Keine Angst!

Ich habe einen schönen Spruch von Mark Twain gefunden:

Ich habe im Leben schon viele schlimme Dinge durchgemacht. Einige davon sind wirklich passiert.

Tatsächlich beziehen sich die meisten Ängste auf etwas Zukünftiges, dessen Eintreffen gar nicht hundertprozentig sicher ist. Von daher ist es sinnlos, sich verrückt zu machen.

Der bessere Weg:

Verwandeln Sie Sorgen in Sorgfalt. Indem Sie planen (Was kann ich tun, wenn...) entwickeln Sie ein Instrumentarium, um dem "worst case" entgegenzutreten - falls der überhaupt eintritt. Bis dahin: Schlafen Sie gut!

Verwandeln Sie Angst in Aktivität. Fragen Sie sich: Was kann ich heute, hier und jetzt konkret tun, um zu vermeiden, wovor ich Angst habe? Tun Sie diese Schritte. Das gibt Ihnen das Gefühl von Kontrolle.

Nobelpreis für die Psychologie

Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaft geht an den US-Forscher Richard Thaler, Begründer der Verhaltensökonomie. Lange Zeit ging man davon aus, bei Geldanlagen würden Emotionen keine Rolle spielen, hier würde sachlich analysiert. Thaler widerlegte diese Vorstellung. Er brachte als Erster psychologische Erkenntnisse in die Wirtschaftswissenschaften ein. In zahlreichen Studien wies er nach, dass gerade die sogenannten weichen Eigenschaften einen großen Einfluss auf die Märkte haben. So tun sich zum Beispiel Aktionäre schwer, sich von verlustreichen Aktien zu trennen, obwohl das sinnvoll wäre. Das hat ja eine ganze Weile gedauert, bis der Mythos vom sachlichen homo oeconomicus enttarnt wurde. Aber dass wir Menschen nur begrenzt rational handeln, gilt nicht allein für die Wirtschaft, sondern für jeden Beruf. Von daher ist es sinnvoll, wenn es etwa bei Konferenzen, Messen und anderen Job-Veranstaltungen nicht nur fachliche Beiträge gibt, sondern immer auch psychologische Kenntnisse ver…

Preis für Zivilcourage

Ich war bei der Preisverleihung der „Goldenen Bild der Frau“ dabei. Geehrt wurde auch Sylke Hoß (37), Mutter zweier Kinder. Die Altenpflegerin saß nichtsahnend im Publikum - ihre Chefin hatte sie mitgenommen - und war völlig überrascht, als der Moderator Kai Pflaume sie auf die Bühne bat und ihr der Sonderpreis für Zivilcourage verliehen wurde. Wir alle applaudierte ihr mit Standing Ovations. Sylke Hoß hat den Preis absolut verdient. Ohne Rücksicht auf sich selbst deckte sie mutig auf, dass in dem Heim, in dem sie tätig war, die Pflegebedürftigen nicht nur stark vernachlässigt, sondern sogar misshandelt wurden. Mit ihrer Beschwerde, für die sie konkrete Beweise vorlegte, hatte sie sich zunächst an ihre Vorgesetzten gewandt, doch niemand interessierte sich dafür. Schließlich ging sie bis zur Heimleitung. Sie wurde als Querulantin und Nestbeschmutzerin beschimpft. Dann folgten Schikanen. Schließlich wurde ihr gekündigt. Damit nicht genug drohte man ihr, man würde dafür sorgen, dass sie…