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Wertschätzung



Müll nach dem Grillen im Park liegen lassen. Den SUV so auf dem Bürgersteig parken, dass kein Fußgänger mehr daran vorbeikommt. Im Bus lauthals ins Handy plappern – kleine Zeichen mangelnder Wertschätzung von Umwelt und Mitmenschen, über die man sich täglich ärgern kann. Doch gravierender ist es, wenn Wertschätzung in Unternehmen fehlt. Studien haben ergeben, dass mangelnde Wertschätzung im Job den Krankenstand erhöht. Weitere mögliche Folgen sind innere Kündigung und verbitterter Dienst nach Vorschrift. Generell schwindet die Freude an der Arbeit, das Selbstwertgefühl sinkt. Dabei geht es nicht allein um verbale Anerkennung, auch wenn offenbar viele Vorgesetzte das Motto verinnerlicht haben „Nicht gemeckert ist genug gelobt“. Es geht um eine grundsätzliche Haltung, in der jeder als wertvoll angesehen und entsprechend behandelt wird. Das ist gewiss nicht der Fall, wenn man etwa Angestellte als „Minderleister“ abwertet oder sie in Großraumbüros pfercht, obwohl erwiesen ist, dass es der Konzentration schadet.  Doch Umdenken scheint in Sicht. Was Wunder, kaum eine Firma kann es sich heute noch leisten, über die Bedürfnisse ihrer MitarbeiterInnen hinwegzugehen, falls sie gute Arbeitskräfte gewinnen und halten will. In Zürich wurde jetzt sogar ein „Institut für angewandte Wertschätzung“ gegründet, das Führungskräfte bewusst dazu Anleitung geben will. (www.mehrwerte.ch) Ich werde dort ein Seminar zum Thema „Charisma“ halten. Denn eine wirksame positive Ausstrahlung bedingt immer auch die Wertschätzung des Gegenübers.  

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