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Schickes Scheitern

Ich finde es faszinierend, wie sich im Wirtschaftsbereich Themen-Trends in Wellen verbreiten. Vor kurzem war es noch das selbstmotivierte Arbeiten, wie es die Autoren Förster und Kreuz in ihrem lesenswerten Buch "Hört auf zu arbeiten" beschrieben haben. Prompt folgten die sogenannten Me-too-Bücher mit ähnlichem Titel.
Nun scheint mir "Scheitern" das aktuelle Thema zu sein. Es sind nicht etwa, wie man erwarten dürfte, notorische Versager, die hier ihre traurige Bilanz ziehen. Nein, es sind die Superstars des Erfolges, die uns rückblickend an den Flops ihrer Karriere teilhaben lassen. Wie der bekannte Karikaturist Scott Adams, dessen Autobiografie "Die Kunst des erfolgreichen Scheiterns" ich kürzlich auf meinem Rezensionsblog wlodarek-rezensionen@blogspot.de besprochen habe . Oder der Erfindet des Online-Zahlsystems Paypal. Dessen Beschreibung, wie oft er gescheitert ist, bevor er sein Millionenunternehmen gründete, steht ausführlich auf dem Cover der Wirtschaftszeitschrift Brand Eins.
Die Schöner-scheitern-Stories lesen sich sehr ermutigend. Und wirken gleichzeitig immer ein wenig kokett - weil wir ja wissen, dass es am Ende in einem Riesenerfolg mündete.

Kommentare

  1. Liebe Frau Dr. Wlodarek, ich lese gern Ihren Blog, vor allem auch Ihre Rezensionen und Aphorismen. Ich schätze Sie und gratuliere Ihnen, dass Sie immer hingekriegt haben, was Sie sich vorgenommen haben. Sie können wirklich stolz auf Ihren Erfolg sein. Wie ich in einem Ihrer Bücher gelesen habe, gibt es "begabte Kinder". Die Welt ist schon verrückt, wenn bereits kleine Kinder so viel Mitgefühl entwickeln, dass ihre eigene Entwicklung auf der Strecke bleibt."Unsichtbare Kinder" können oft kein Selbstvertrauen entwickeln. Und später in ihrem Leben wiederholt sich etwas. Sie sind wieder für andere da, weil sie ein unheimliches Verantwortungsgefühl entwickelt haben und stecken wieder zurück. Sind diese Menschen naiv? So werden sie leider oft von anderen gesehen und behandelt. Wenn auch anonym, gestehe ich, dass ich erst gar nicht wusste, wofür ich mich begeistern konnte. Emotionaler Missbrauch und später Mobbing in der Liebe hemmt die Entwicklung eines Menschen, denn eigentlich ist nach Meinung von Prof.Hüther jedes Kind hoch begabt.Allerdings ist es auch nie zu spät! Viele Grüße, R.F.

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