Montag, 4. Februar 2013

Technik und Seele

Neulich am Hamburger Flughafen. Ich warte auf den Flug nach Frankfurt. Ein Rundblick zeigt: Fast jeder einzeln Reisende beschäftigt sich intensiv mit seinem Iphone, uninteressiert an seiner Umgebung.

Business halt? Vielleicht. Aber auf der Straße sieht es ähnlich aus. Ich muss aufpassen, dass ich nicht von Männern und Frauen auf Autopilot umgerannt werde, die im Gehen gebannt auf ihr Handy starren.

Und dann lese ich in einer Zeitung, dass man derzeit mit einer Brille experimentiert, die einem die gewünschten Daten sogar direkt auf die Netzhaut appliziert. Ich sehe die Brillenträger der Zukunft schon vor mir.

Schöne neue Welt?

Die Technik hat viele Vorteile, keine Frage. Aber  die Seele des Menschen entwickelt sich langsamer. Die psychischen Bedürfniss haben sich seit der Keilschrift nicht sonderlich verändert. Es geht noch immmer um Liebe, Freundschaft, Glück und eine individuelle Aufgabe. Deshalb darf die Kluft zwischen unserer Seele und den technischen Möglichkeiten nicht zu groß werden. Der Grad zwischen "nützlich" und "süchtig" ist nämlich recht schmal.

Als Psychologin erlaube ich mir, mit meinem Handy nur zu telefonieren. 





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