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Und was ist mit mir?

Am Samstag habe ich einen Vortrag auf dem Kongress "Frauen mit besonderen Herausforderungen" in Berlin gehalten. "Besondere Herausforderungen" ist eine harmlose Umschreibung für das Schicksal dieser Frauen. Es handelte sich nämlich um die Mütter behinderter Kinder. Diese Kinder müssen meist rund um die Uhr betreut werden. Darüber hinaus haben manche von ihnen so schwere Beeinträchtigungen, dass man immer wieder um ihr Leben bangt.

Die Geschichten, die ich in informellen Gesprächen erfuhr, gingen mir sehr nahe. Wie die der Mutter, deren Sohn häufig epileptische Anfälle bekommt und dann mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren wird. "Niemand fragt danach, wie ich damit fertig werde, dass ich jedesmal Todesangst um mein Kind habe." sagte sie.

Verständlicher Weise stehen zunächst die Kinder im Mittelpunkt. Aber darüber werden leicht diejenigen vergessen, die emotional ganz dicht bei ihnen sind.Sie müssen selbst zusehen, wie sie nach solchen Erlebnissen wieder ins Gleichgewicht kommen. Dabei täte oft schon die einfache Frage gut: "Wie geht es dir?" 
Wenn uns das Schicksal schon nicht vor so große Herauforderungen gestellt hat wie diese Mütter, dann ist es sicher nicht zu viel verlangt, bei einer Begegnung einmal genauer nachzufragen, wie es ihnen geht und ihnen zuzuhören. 


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