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FILMKRITIK

Lesen Sie Filmkritiken, bevor Sie ins Kino gehen? Dann sind Sie sicher auch manchmal erstaunt, wie wenig sich die Beurteilung in den Medien mit der eigenen Wahrnehmung deckt.
Da schreibt einer, die Protagonisten würden nicht berühren und vergibt von fünf möglichen Sternen knappe drei. Ich sehe mir das Werk trotzdem an und sitze berührt im Sessel, bis der gesamte Abspann vorbei ist.
Ein Rezensent  lobt einen Film in den höchsten Tönen. Der sei unglaublich tiefgründig und subtil. Ich falle prompt darauf herein und sitze in einem grottenlangweiligen Film, in dem die Schauspieler in Zeitlupe agieren.
Einen hochgelobten gesellschaftsrelevanten Film finde ich einfach nur hässlich, während ein angeblich kitschiger Film sich als hinreißend romantische Geschichte entpuppt.

Wer hat denn nun recht, die Rezensenten oder ich? Beide. Weil Vorlieben nun mal ganz individuell sind.
Also gar keine Rezensionen lesen? Mein Tipp: Wenn Ihre persönliche Erfahrung schon öfter mit der eines  Rezensenten übereingestimmt hat, dann merken Sie sich den Namen. Sie haben offenbar den gleichen Geschmack und können weiteren Hinweisen vertrauen.
Ansonsten, riskieren Sie es und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil. Ich habe es heute getan. Die Rezension: Bunt, schrill, kalt, fehlbesetzt. Mein Fazit: Interessant, gut gemacht, genau richtig gecastet.
Raten Sie mal, wie der Film hieß.   

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