Selbstvertrauen zu haben, souverän aufzutreten – das wird
oft damit verwechselt, keine Schwäche oder Unsicherheit zu zeigen. Doch das ist
ein Irrtum! Menschen ohne Ängste und Zweifel gibt es nämlich nicht, und
Scheitern gehört zum Leben. Wer so tut, als ob er keinen Fehler machen könnte und
jeder Situation gewachsen sei, ist keineswegs souverän, sondern überheblich. Wirklich
selbstbewusste Frauen und Männer kennen ihre Schwachpunkte und haben kein
Problem damit, ein falsches Verhalten oder Misserfolge einzugestehen. Sie haben
es nicht nötig, sich hinter einer perfekten Rolle zu verstecken. Genau das
bringt ihnen den Respekt ihrer Umgebung ein. Die Sozialwissenschaftlerin Brené
Brown belegt in ihrem Buch „Verletzlichkeit
macht stark“, dass ein offener Umgang mit der eigenen Unvollkommenheit zu guten
Beziehungen auf Augenhöhe und einem erfüllten Leben führen. Wohlgemerkt, dabei
geht es nicht darum, jedem persönliche Mängel zu offenbaren. Frei nach dem
Spruch „Wer immer offen ist, ist nicht ganz dicht“, ist es manchmal durchaus
klug, sich sicherer zu geben als man ist. Doch anderen permanent ein Ideal
vorzuspielen, ist nicht nur anstrengend, sondern weist auch auf mangelndes
Selbstvertrauen hin. Wer weiß, dass er grundsätzlich wertvoll ist, kann es sich
leisten, auch Schwächen zuzugeben.
Neulich habe ich mal wieder festgestellt: Man kann sich nicht nur über essen , sondern auch über lesen . Die Neigung, Bücher zu verschlingen (welch passendes Wort!), hat sich allerdings bei mir schon früh gezeigt. Als Kind habe ich nächtelang mit der Taschenlampe Karl-May-Bücher gelesen und mich dabei komplett in die Prärie oder ins wilde Kurdistan geträumt. 500 Seiten? Ein Kinderspiel. Heutzutage fehlt mir zu exzessivem Lesen meist die Zeit, so dass ich Bücher nur in Häppchen lese. Da kommt pro Woche auch ganz nett etwas zusammen, wie man - als Spitze des Eisbergs - meinem Rezensionsblog (wlodarek-rezensionen.blogspot.de) entnehmen kann. Doch manchmal knüpfe ich an die früheren Zeiten an und lese nonstop. Wie am vergangenen Wochenende. Anschließend ging es mir gar nicht gut. Weil ich vergessen hatte, dass sich intensive Lektüre auswirkt. Sich ein Buch mit negativem Inhalt, und sei es noch so gut geschrieben, ´reinzuziehen bekommt einem ohnehin selten, doch wenn man sich dann ...
Ja, es ist besser, sich seiner Verletzlichkeit als Stärke bewusst zu sein.
AntwortenLöschenVerletzte Seelen bleiben leider oft zu lange in der Opferrolle stecken und rechtfertigen sich oder werden gefühlskalt, hart oder gar gewalttätig.
Letztendlich sollten wir wahrhaftig und mutig sein sowie uns selbst achten. Das zeichnet wohl selbstbewusste Menschen aus.
Vielen Dank für diesen Buchtipp!
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