Ist Ihnen auch schon mal den Bus vor der Nase weggefahren und der nächste kam erst eine halbe Stunde später? Kein Spaß bei Kälte und
Regen. Dagegen gibt es eine geniale Idee, die sich schon an einigen Orten in Deutschland
durchgesetzt hat: Die „Mitfahrbank“. Kommunen haben Bänke mit dieser Aufschrift
aufgestellt. Setzt man sich darauf, signalisiert man, dass man von einem
freundlichen Autofahrer oder einer –fahrerin mitgenommen werden möchte. Wer allerdings am Steuer bei dieser
Hilfsaktion mitmachen will, muss sich vorher mit Führerschein und Personalausweis
registrieren lassen und unterschreiben, dass er keine Minderjährigen kutschiert
– eine gute Vorsichtsmaßnahme. Bisher stehen diese Bänke nur auf dem Land an
Orten mit schlechter Busanbindung, etwa in Osdorf bei Kiel. Aber wäre es nicht
schön, wenn diese soziale Idee auch in der Stadt umgesetzt würde? Bestimmt gäbe
es außer einem schnellen Lift viele interessante Begegnungen.
Der Postzusteller st eht mit einem Päckchen vor der Tür. Oft nehme ich Sendungen für Nachbarn an, die nicht zuhause sind. Aber dieses ist für mich. Ich ahne schon: Darin sind Exemplare von meine m neuen Buch „Vertrau dem Leben. Von A wie Abenteuergeist bis Z wie Zeitreise“, mit meinen eigenen Illustrationen. Ein neugeborenes Kind im Arm zu halten ist ein unglaubliches Gefühl, aber ein neues Buch, ein „geistiges Kind“, zum ersten Mal in den Händen zu halten, ist auch sehr bewegend. Dieses ist mein zwölftes, also schon Teil einer größeren Buch-Familie, aber trotzdem einmalig. Und wie bei einem Säugling weiß man nicht, was daraus wird. „Habent sua fata libelli“ – die Bücher haben ihr eigenes Schicksal, wusste schon der antike Grammatiker Terentianus Maurus. Mein erstes Buch „Mich übersieht keiner mehr. Größere Ausstrahlung gewinnen“ wurde ein Bestseller und sorgte dafür, dass ich im Erscheinungsjahr 145 Tage auf Lesereise war. Der eine oder andere Nachfolger wurde weniger euphorisc...
Grundsätzlich befürworte ich Hilfsbereitschaft. Wir sollten uns gegenseitig unterstützen, denn schließlich ist jeder von jedem irgendwie abhängig. Aus diesem Grund habe ich auch schon Leute mitgenommen. Einfach so, weil zum Beispiel ein Gewitter im Anmarsch war und weit und breit keine Unterstellmöglichkeit für eine Frau am Randgebiet meines Wohnortes zur Verfügung stand. Da halte ich an und biete meine Hilfe an. Einmal wurde ich direkt von einem Mann gestoppt auf einem Parkplatz und gefragt, ob ich ihn etwa 7 km in das nächste Dorf mitnehmen könnte. Ich war nicht allein im Auto und nahm ihn selbstverständlich mit. Leider musste ich danach unser Auto desinfizieren .... ! Ja, diese Erfahrung gehört dann auch dazu ..... !
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