Am liebsten möchte ich gar keine
Nachrichten mehr hören oder sehen – doch das hieße, den Kopf in den Sand zu stecken
vor allen politischen und sozialen Krisen in Deutschland und der Welt. Eins nutzt
dabei auch nichts: Sich über das Auftauchen von so vielen mitleidlosen und/oder
wirren politischen Führern zu wundern. Der Satiriker Franz von Seboca trifft
den Nagel auf den Kopf: „Wenn Psychopathen in freien, allgemeinen und gleichen
Wahlen zu Führern bestimmt werden, wirft das Fragen nach der geistigen Gesundheit
des Wahlvolkes auf.“ Der Mann hat Recht – und wir PsychologInnen haben noch
viel zu tun.
Der Postzusteller st eht mit einem Päckchen vor der Tür. Oft nehme ich Sendungen für Nachbarn an, die nicht zuhause sind. Aber dieses ist für mich. Ich ahne schon: Darin sind Exemplare von meine m neuen Buch „Vertrau dem Leben. Von A wie Abenteuergeist bis Z wie Zeitreise“, mit meinen eigenen Illustrationen. Ein neugeborenes Kind im Arm zu halten ist ein unglaubliches Gefühl, aber ein neues Buch, ein „geistiges Kind“, zum ersten Mal in den Händen zu halten, ist auch sehr bewegend. Dieses ist mein zwölftes, also schon Teil einer größeren Buch-Familie, aber trotzdem einmalig. Und wie bei einem Säugling weiß man nicht, was daraus wird. „Habent sua fata libelli“ – die Bücher haben ihr eigenes Schicksal, wusste schon der antike Grammatiker Terentianus Maurus. Mein erstes Buch „Mich übersieht keiner mehr. Größere Ausstrahlung gewinnen“ wurde ein Bestseller und sorgte dafür, dass ich im Erscheinungsjahr 145 Tage auf Lesereise war. Der eine oder andere Nachfolger wurde weniger euphorisc...
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