Am liebsten möchte ich gar keine
Nachrichten mehr hören oder sehen – doch das hieße, den Kopf in den Sand zu stecken
vor allen politischen und sozialen Krisen in Deutschland und der Welt. Eins nutzt
dabei auch nichts: Sich über das Auftauchen von so vielen mitleidlosen und/oder
wirren politischen Führern zu wundern. Der Satiriker Franz von Seboca trifft
den Nagel auf den Kopf: „Wenn Psychopathen in freien, allgemeinen und gleichen
Wahlen zu Führern bestimmt werden, wirft das Fragen nach der geistigen Gesundheit
des Wahlvolkes auf.“ Der Mann hat Recht – und wir PsychologInnen haben noch
viel zu tun.
Neulich habe ich mal wieder festgestellt: Man kann sich nicht nur über essen , sondern auch über lesen . Die Neigung, Bücher zu verschlingen (welch passendes Wort!), hat sich allerdings bei mir schon früh gezeigt. Als Kind habe ich nächtelang mit der Taschenlampe Karl-May-Bücher gelesen und mich dabei komplett in die Prärie oder ins wilde Kurdistan geträumt. 500 Seiten? Ein Kinderspiel. Heutzutage fehlt mir zu exzessivem Lesen meist die Zeit, so dass ich Bücher nur in Häppchen lese. Da kommt pro Woche auch ganz nett etwas zusammen, wie man - als Spitze des Eisbergs - meinem Rezensionsblog (wlodarek-rezensionen.blogspot.de) entnehmen kann. Doch manchmal knüpfe ich an die früheren Zeiten an und lese nonstop. Wie am vergangenen Wochenende. Anschließend ging es mir gar nicht gut. Weil ich vergessen hatte, dass sich intensive Lektüre auswirkt. Sich ein Buch mit negativem Inhalt, und sei es noch so gut geschrieben, ´reinzuziehen bekommt einem ohnehin selten, doch wenn man sich dann ...
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