Eine Freundin, die in ihrem Beruf ständig im Stress ist, verabschiedete
sich in den Urlaub. „Endlich mal richtig ausspannen!“ – darauf freute sie sich.
Und was passierte? Am Zielort angekommen lag sie im Hotel fünf Tage lang mit einer
fiebrigen Erkältung flach. Ehrlich gesagt wunderte mich das kaum. Es kommt häufig
vor, dass überlastete Menschen krank werden, wenn sie endlich eine Zeit der
Ruhe haben. Das Phänomen hat sogar eine
klangvollen Namen: „Leisure Sickness“, wörtlich übersetzt „Muße-Krankheit“. Anfällig
dafür sind Menschen, die im Alltag unter hohem Leistungsdruck stehen und sich
abverlangen, ihn auszuhalten. Dafür mobilisiert ihr Organismus die letzten
Reserven. Fällt dann im Urlaub oder auch nur im Wochenende der Druck weg,
werden die Stresshormone, die die Funktion bisher aufrecht erhalten haben,
nicht mehr ausgeschüttet und der Körper reagiert mit einem Schwächeanfall, das
Immunsystem fährt runter. Der Münchner Professor Thomas Löscher, Experte für
Infektionskrankheiten, nennt das „Stresswegfall-Reaktionen“. Was kann man als
vielbeschäftigter Mensch dagegen tun? Sich nicht gleich aus dem vollen
Arbeitsprogramm in den Urlaub oder das Wochenende stürzen, sondern sich etwas Zeit
nehmen, um den Körper auf den Ruhemodus einzustellen.
Neulich habe ich mal wieder festgestellt: Man kann sich nicht nur über essen , sondern auch über lesen . Die Neigung, Bücher zu verschlingen (welch passendes Wort!), hat sich allerdings bei mir schon früh gezeigt. Als Kind habe ich nächtelang mit der Taschenlampe Karl-May-Bücher gelesen und mich dabei komplett in die Prärie oder ins wilde Kurdistan geträumt. 500 Seiten? Ein Kinderspiel. Heutzutage fehlt mir zu exzessivem Lesen meist die Zeit, so dass ich Bücher nur in Häppchen lese. Da kommt pro Woche auch ganz nett etwas zusammen, wie man - als Spitze des Eisbergs - meinem Rezensionsblog (wlodarek-rezensionen.blogspot.de) entnehmen kann. Doch manchmal knüpfe ich an die früheren Zeiten an und lese nonstop. Wie am vergangenen Wochenende. Anschließend ging es mir gar nicht gut. Weil ich vergessen hatte, dass sich intensive Lektüre auswirkt. Sich ein Buch mit negativem Inhalt, und sei es noch so gut geschrieben, ´reinzuziehen bekommt einem ohnehin selten, doch wenn man sich dann ...
Herzlichen Dank für diese Information, liebe Frau Dr. Wlodarek. Ich bin begeistert, wie Sie kurz und knapp, Wissen in Ihrem Blog teilen. Ihre Bücher habe ich aufmerksam gelesen. So weiß ich, dass ich Ihnen vertrauen kann und profitiere jetzt von Ihren Blog-Beiträgen. Viele Grüße!
AntwortenLöschenvielen Dank für die nette Rückmeldung! Das gibt mir Schwung für neue Blogs.
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