Direkt zum Hauptbereich

Grausam

Gestern zappte ich zufällig mitten in eine TV-Sendung mit dem Titel "Die Wahrheit über Pelze". Was da zu sehen war, war fürchterlich: Tausende von Nerzen werden in jeder Saison nur für Pelze gezüchtet und schließlich brutal getötet. Der Verwalter dieser Fabrik fand das völlig normal und freute sich schon auf eine Steigerung der Produktion. Weil ja nun auch die Chinesen den Luxus der Nobelpelze entdeckt haben. Von der grausamen Praktik hatte ich schon früher gelesen, aber die Wirkung ist noch viel stärker, wenn man die Bilder sieht. Das brennt sich ein.
Nerz tragen die meisten von uns nicht, dafür trägt man in der aktuellen Mode Kaninchenfell am Parka. Wie die Tierschutzorganisation PETA informiert, werden Kaninchen genauso gezüchtet und getötet. Eine große Modekette, die es schon mal besser wusste, verkauft inzwischen wieder angesagte Marken mit Fellbesatz.
Im Internet kann man auf der Seite von PETA eine Petition an diese Firma schicken, nur Marken mit hochwertigen Kunstpelzen zu verkaufen. Dazu habe ich gerade meine Daten abgeschickt.

Kommentare

  1. Toll, dass Sie darauf aufmerksam machen und dieses Bewusstsein haben. Ich achte schon lange darauf, keine Mäntel mit Pelzteilen zu tragen. Außerdem kaufe ich nur tierversuchsfreie Kosmetik. Beides ist sehr leicht umzusetzen, sodass mir nicht in den Kopf will, warum es unsere Gesellschaft es noch als notwendig erachtet, unschuldige Tiere zu quälen. :-(

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Schwere Kost

Neulich habe ich mal wieder festgestellt: Man kann sich nicht nur über essen , sondern auch über lesen . Die Neigung, Bücher zu verschlingen (welch passendes Wort!), hat sich allerdings bei mir schon früh gezeigt. Als Kind habe ich nächtelang mit der Taschenlampe Karl-May-Bücher gelesen und mich dabei komplett in die Prärie oder ins wilde Kurdistan geträumt. 500 Seiten? Ein Kinderspiel. Heutzutage fehlt mir zu exzessivem Lesen meist die Zeit, so dass ich Bücher nur in Häppchen lese. Da kommt pro Woche auch ganz nett etwas zusammen, wie man - als Spitze des Eisbergs - meinem Rezensionsblog (wlodarek-rezensionen.blogspot.de) entnehmen kann. Doch manchmal knüpfe ich an die früheren Zeiten an und lese nonstop. Wie am vergangenen Wochenende. Anschließend ging es mir gar nicht gut. Weil ich vergessen hatte, dass sich intensive Lektüre auswirkt. Sich ein Buch mit negativem Inhalt, und sei es noch so gut geschrieben, ´reinzuziehen bekommt einem ohnehin selten, doch wenn man sich dann ...

Und es hat sich doch schon etwas geändert!

Karfreitag war ich als Autorin des Buches "Einsam" zu Gast in der Sendung "Lebenswert" zum Thema "Einsamkeit" im Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main. Es ging darum, wie man es schaffen kann, gut mit sich alleine zu sein und wie sich die schmerzliche Einsamkeit überwinden lässt. Das Besondere der zweistündigen Sendung, die immer zu Feiertagen ausgestrahlt wird, ist, dass Zuhörer und Zuhörerinnen anrufen und sich beteiligen können. Der Moderator Klaus Hofmeister hatte es  thematisch so angelegt, dass es um die positiven Möglichkeiten ging. Vor Beginn hatte er etwas Sorge, dass sich vielleicht niemand zu diesem heiklen Thema melden  würde. Ich tröstete ihn, dass ich gegebenenfalls mit meinen Ratschlägen  locker zwei Stunden füllen könnte. Aber das war wahrhaftig nicht nötig, so viele Männer und Frauen riefen an und teilten mit uns ihre Strategien, Einsamkeit zu überwinden.Ich war absolut begeistert, wie positiv und selbstbestimmt sie ihren Weg gefunden h...

Waldbaden

Hätten Sie´s gewusst? Rund ein Drittel Deutschlands ist von Wald bedeckt. Wohl jeder von uns dürfte also zumindest ein Wäldchen in der Nähe haben und gelegentlich in seiner Freizeit einen Waldspaziergang machen. Gewiss hat man dann auch schon erlebt, wie erholsam es ist, sich bei Vogelgezwitscher unter Buchen, Tannen oder Eichen fortzubewegen. Doch diese einfache Freude erhält jetzt eine schicke Überhöhung. Der neue Trend heißt „Baden in der Waldluft“. Er kommt aus Japan, wo er unter dem Begriff „Shirin-Yoku“ bekannt ist. Durch Ruhe, bewusstes Atmen und Spüren der Natur soll Stress vermindert werden. Aha! Inzwischen werden schon für teures Geld Kurse in Waldbaden angeboten. Für mein Shirin-Yoku in den Wäldern um den Plöner See brauche ich zum Glück keine Anleitung.