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Die Super-Diät

Neulich im Fernsehen: Bei Maischberger wird eine Dicke und eine sehr Dünne wie in einer Freakshow vorgeführt, während sich drei Diät-Ärzte um ihre Kompetenz streiten.
Der Stern titelt "Abnehmen mit Gefühl". "Brigitte" bringt die neue Diät. Und Selbstmitleid-Bücher von bekannten Dicken boomen mit der Botschaft: "Die Dünnen sind so gemein zu mir" und "Ich will mich nicht mehr für mein Dicksein entschuldigen."

Hallo, anderswo verhungern Menschen und wir haben ein Luxusproblem!

Mir reicht´s. Hier für alle Freunde und Betroffene, was es ganz einfach braucht, um schlank zu werden und zu bleiben:
1. Ausreichend Bewegung.
2. Nahrung, die einem persönlich gut tut - nährt, das Auge und den Geschmack erfreut. Das essen, wenn man Hunger hat und aufhören, wenn man satt ist.
3. Essen nicht als Ersatz für ein seelisches Defizit wie Einsamkeit, Langeweile, Erschöpfung oder als Kontaktmittel nutzen.

Wer das nicht umsetzen will oder kann, muss sich ehrlich Gedanken machen, warum. Das geht ganz gewiss tiefer als eine Diät.

Und wer wirklich mit seinem Übergewicht einverstanden ist, sollte es selbstbewusst leben. Dann reagiert die Umwelt entsprechend. Selbstbewusst heißt auch, dumme und boshafte Bemerkungen zu ignorieren oder zurückzuweisen. Es wird immer Menschen geben, die sich selbst größer machen wollen, in dem sie andere kleinmachen. So what.

Sagen Sie jetzt bitte nicht: So einfach ist das nicht. Doch, es ist so einfach. Aber wir versuchen immer, uns darum herum zu mogeln. Ich nehme mich davon nicht aus.

Kommentare

  1. Die "Brigitte" ist in Sachen Körpervorbild leider immer noch zu unentschieden: auf der einen Seite werden regelmäßig neue Diätdossiers gedruckt (Frau sollte schlank sein), auf der anderen Seite vertritt sie im Modeteil "ohne Models" seit einem Jahr die Meinung, es dürfe und solle auch der Nicht-normierte Körper Mode vorführen. Zwar überwiegt immer noch jung, dünn und superhübsch, aber gelegntlich ist auch mal alt, mollig, tätowiert oder sonstwie "ausgefallen" dabei. Ein Silberstreif am Horizont?!

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  2. Liebe Frau Wlodarek,
    sie schreiben mir aus der Seele, d.h. genauso sehe ich die Sache auch. Immer diese irrsinnigen Erklärungsversuche; neuerdings, dass es aufgrund traumatischer Erfahrungen der Mütter während der Schwangerschaft, z.B. Krieg und somit Hunger und Entbehrung, und dies sich auf die Kinder übertragen würde. In den vergangenen Jahrhunderten gab es immer Hungerzeiten, aber anschließend gab es auch nicht mehr Dicke in der breiten Bevölkerung, weil dieses ständige Überangebot an Essen, vor allem Süßem ja gar nicht jederzeit griffbereit, oder auch nicht erschwinglich war. Auch gab es mehr oder wenige feste Essenszeiten, also wurde nichts zwischendurch oder im Stehen einverleibt. Es ist schlichtweg auch eine Frage der Disziplin und da hilft auch, finde ich, wie die Anonymen Alkoholiker zu handeln: Zwischendurch gibt es nichts zu essen und bei gewissen Nahrungsmitteln heißt die Antwort einfach NEIN, so brauche ich mir gar nicht zu überlegen, ob ich noch einen Müsliriegel, eine Schokolade, oder sonstiges mir "gestatten" darf. Von nichts kommt nichts!

    Mit diesen Ausführungen möchte ich nicht sagen, dass ich mich über die Sache stellen möchte, geschweige denn, mich jederzeit im Griff habe, aber immerhin weise ich nicht die Schuld meines Fehlverhaltens auf andere.

    Vielen Dank für Ihre Webseite, die ich heute zum ersten Mal besuchte.
    Ihnen selbst wünsche ich alles Gute

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