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Ein Krankenhaus in Kambodscha

Soeben komme ich von einer Reise durch Laos und Kambodscha zurück. Es gäbe viel zu erzählen, von der Freundlichkeit der Menschen, der Schönheit der alten Königsstadt Luang Prabang, den Spuren des mörderischen Pol-Pot-Regimes auf den Killing Fields oder den großartigen Tempeln von Angkor. Doch etwas hat sich mir besonders tief eingeprägt: Die Begegnung mit Dr. Beat Richner, dem Leiter des Kinderkrankenhauses in Siem Reap.

Jeden Samstagabend gibt Dr. Richner ein kostenloses Cellokonzert in der Aula der Klinik. Das wollte ich mir gerne anhören, und so saß ich mit Besuchern aus verschiedenen Ländern im Saal. Ein kleiner, korpulenter Herr, etwa sechzig Jahre alt, betrat das Podium mit seinem Instrument. Schnell zeigte sich, dass es weniger um klassische Musik ging als vielmehr darum, uns die Arbeit des Hospitals nahezubringen.

Die ist beeindruckend: Seit 15 Jahren rettet Dr. Richner und sein kambodschanisches Team Tag für Tag Kinder vor dem sicheren Tod. 7,5 Millionen Kinder wurden bisher ambulant behandelt, 500 000 schwerkranke Kinder gepflegt.

Das Besondere daran ist: Die Behandlung ist für Kinder und werdende Mütter kostenlos. Kambodscha ist nicht nur ein armes Land, sondern es herrscht auch überall Korruption. Die Armen können sich keine Behandlung leisten, viele Kinder, die an Tuberkulose oder Dengue-Fieber erkranken, wären dem sicheren Tod ausgeliefert.

Dr. Richner erklärte: "Unser Krankenhaus ist eine Insel der Gerechtigkeit. Hier gibt es keine Korruption, jeder wird behandelt." Eindringlich fügte er hinzu: "Ohne Gerechtigkeit wird es in einem Land niemals Frieden und Freiheit geben."

Das Krankhaus in Siam Reap ist bereits das dritte, dass er jeweils innerhalb von drei Jahren in Kambodscha aus dem Boden gestampft hat. Zwei weitere gibt es in Phnom Penh. Und das allein durch Spenden! Nur mit 13 % Zuschuss durch die kambodschanische Regierung und die Schweiz kann er rechnen, den Rest in Millionenhöhe muss er jedes Jahr von privaten Spendern erbitten.

Nachdenklich verließ ich nach fast zwei Stunden das Krankenhaus. Ich weiß jetzt, wo meine Spenden sinnvoll sind und direkt an die richtige Stelle gelangen. Vielleicht auch Ihre?

Stiftung Kinderspital Kantha Bopha
dr. med. Beat Richner, Kambodscha
c/o Interkontrol AG
Seefeldstr. 17, 8008 Zürich

Eur-Konto: IBAN CH 74 0022 5225 8385 7061 E

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