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Posts

Work-Life-Balance

In der Zeitung fand ich diese kleine Notiz: Herman Goldman tat neulich an seinem Geburtstag das, was er schon immer gemacht hatte: arbeiten. Auch sonst erscheint er regelmäßig in seiner Firma, die Beleuchtungen herstellt. Er kann sich nicht vorstellen, einmal in den Ruhestand zu gehen. Nichts Besonderes, finden Sie? Oh doch - Mr. Goldman feierte nämlich  seinen 101. Geburtstag. Seit 79. Jahren ist er aktiv, nur der Zweite Weltkrieg sorgte für eine kleine Unterbrechung. Ich glaube, wenn man seinen Beruf wirklich liebt. will man nicht aufhören, Allenfalls möchte man die Aktivitäten den veränderten körperlichen Gegebenheiten anpassen. Warum sollten also diejenigen nicht weiter ihrer Beschäftigung nachgehen?    Bücher schreiben und Vorträge halten - das werde ich, so lange ich noch klar im Kopf bin und nicht vom Podium falle. Herman Goldman ist schließlich ein leuchtendes Vorbild. 

Schönen Urlaub

Es ist Urlaubszeit und ich mach´s mal kurz: Allen, die den Urlaub noch vor sich oder schon hinter sich haben und auch denen, die gerade mittendrin sind wünsche ich sonnige Sommertage! Und es gibt gute Tipps, wie man das Urlaubsgefühl  auch nach den Ferien über seine sieben Sinne noch lange konservieren kann. Wer wissen möchte, wie, kann meinen Newsletter für August, der am 1.8. erscheint, auf meiner Website bestellen. Natürlich kostenlos und unverbindlich.

WM-Blog

Ich gucke Fußball. Mein Mann hat mir zwar erklärt, was "abseits" bedeutet und wann es einen Elfmeter gibt, aber was mich wirklich interessiert, ist der psychologische Aspekt: Etwa, warum Spieler plötzlich versagen oder Außenseiter unerwartet in Hochform sind. Falscher Ansatz? Keineswegs. Ich bin da auf einer Linie (sic!) mit Felix Magath. Der schrieb  nämlich heute in seiner Kolumne im Hamburger Abendblatt: "Das Spiel gegen Algerien hat mich einmal mehr in der These bestätigt, dass die Mentalität das Potenzial schlagen kann. Wer nicht  die nötige Leidenschaft mitbringt, dem wird am Ende sein Talent wenig nutzen." Sag ich doch!  (Siehe "Tango vitale. Tanz mit dem Schicksal. Krisen und Chancen positiv nutzen. Herder TB, 9,99 €, Seite 80 ff)  

Frei-willig

Was würden Sie tun, wenn Sie heute tun könnten, was Sie wollen?  Und was tun Sie stattdessen tatsächlich? Weil Sie Geld verdienen müssen, weil es Ihre Pflicht ist, weil es schon Routine ist, weil... Wie groß ist die Schere zwischen dem, wozu Sie Lust haben und wonach Sie sich sehnen und dem, was Sie glauben tun zu müssen? Es lohnt sich, einmal darüber nachzudenken. Und dann kreativ zu werden. Da geht mit Sicherheit einiges mehr!    

ZUM GÄHNEN

Gewiss kennen Sie den witzigen Spruch, den Loriot eine seiner Figuren mit Blick auf den Weihnachtsbaum sagen lässt: "Früher war mehr Lametta!". Analog dazu behaupte ich: "Früher war mehr Höflichkeit". Dazu habe ich eine kleine, aber symptomatische Entdeckung gemacht. Mir begegnen auf der Straße immer wieder Männer und Frauen, die mich ungeniert mit offenem Mund angähnen. Ich nehme das nicht persönlich - die kennen mich schließlich nicht -, aber ich finde es ziemlich grob. Der letzten Person, die direkt vor mir  ihren Mund weit aufriss, habe ich gesagt: "Sorry, ich bin nicht Ihre Zahnärztin". Sie hat mich ziemlich irritiert  angesehen. Eine ähnliche Wirkung hat auch die "Löwenmethode":Wenn Sie jemand angähnt, machen Sie ebenfalls den Mund weit auf. Kann sein, dass ich altmodisch bin, aber ich halte mir in Gesellschaft immer noch beim Gähnen die Hand vor den Mund.Übrigens, Gähnen ist ansteckend. Falls es Sie jetzt beim Lesen packt, tun Sie sich bi...

Zufrieden?

Heute fand ich diesen Satz: "Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte." (Elisabeth Wienert, 83 Jahre) Was glauben Sie, stimmt das? Im Sinne einer glücklichen Einstellung ist die Aussage durchaus berechtigt. Trotzdem gilt der Satz nicht in jedem Fall. Nämlich dann nicht, wenn der Status quo nicht (mehr) zu uns passt und der Wunsch nach Veränderung eine Weiterentwicklung bedeutet.

VERKANNTES GENIE

Ist Ihnen das Gefühl "Niemand erkennt mein Genie" vertraut? Es betrifft schließlich nicht nur künstlerische Talente, sondern auch ganz normale Menschen. Sie haben etwa einen guten Vorschlag im Meeting vorgebracht und hören: "Das ist viel zu kompliziert." Sie haben die Wohnung toll umdekoriert und Ihr Partner sagt genervt: "Was soll das denn schon wieder?". Oder Sie bekommen ganz grundsätzlich nicht die Anerkennung, die Sie verdienen: Sie machen einen Superjob, haben aber einen Chef, der findet: Nicht gemeckert ist genug gelobt.   Mich überkommt das Verkanntes-Genie-Gefühl manchmal in punkto Ratgeber-Bücher. Da bemühe ich mich, wirksame Lebenshilfe zu geben, wissenschaftlich fundiert. umfassend, praktisch anwendbar.  Und dann verkauft sich ein Buch millionenfach, das außer einem kurzfristigen Motivationsflash nichts weiter zu bieten hat. Die Folge könnte Verbitterung sein, Nicht umsonst gibt es so viel innere Kündigung oder andere Arten trotziger Verweig...